Saisonabbruch beim Volleyball

Corona begräbt Hofgeismarer Aufstiegstraum

Spiel der Hofgeismarer Volleyballerinnen
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Saisonabbruch bei den Volleyballerinnen

Aus der Traum vom Aufstieg für die Hofgeismarer Volleyballerinnen. Der Hessische Volleyball-Verband (HVV) gab jetzt bekannt, dass die Saison für den Spielbetrieb der Frauen und Männer angesichts der Corona-Pandemie beendet ist.

Hofgeismar – „Unabhängig von den ganzen organisatorischen Aspekten für eine Hallen-Saison müssen wir auch einfach an die Gesundheit aller direkt und indirekt beteiligten Personen denken und die Situation im Kontext unserer gesellschaftlichen Verantwortung betrachten“, sagt Timo Geppert, Vorsitzender der Landesspielkommission. Nach Badminton ist Volleyball damit die zweite Mannschaftssportart auf Landesebene, in der es wegen des Saisonabbruchs keine Meister, Auf- oder Absteiger geben wird.

Besonders betroffen davon ist der VC Blockfrei Hofgeismar. Die in der Bezirksoberliga spielende Frauenmannschaft war heißer Aufstiegskandidat gewesen. Die Vorschusslorbeeren hatte die Mannschaft auf dem Parkett in den ersten (und einzigen beiden) Saisonspielen auch gerechtfertigt und überzeugende Siege eingefahren.

Entsprechend war die Reaktion bei den Spielerinnen. „Die Trauer war groß“, so Sportwart Ralph Niewiara. Aber, so fügt er im gleichen Atemzug hinzu: „Das Verständnis auch.“ Allzu überraschend sei der Saisonabbruch ja nicht gewesen. „Wir sind ja nicht blauäugig und wenn man die Infektionszahlen sieht, konnte man sich schon ausrechnen, dass es schwer wird, eine ganze Saison zu spielen.“ Dennoch habe natürlich stets die Hoffnung mitgeschwungen, dass es dennoch irgendwie weitergehen könne. Irgendwie sei es wie beim Lotto. Man weiß, dass man ziemlich sicher keine Million gewinne und hoffe dennoch auf die richtigen Zahlen.

Der VC Blockfrei stellt derzeit zwei Damen-Teams in der Punktspielrunde. Die Spielerinnen der zweiten Mannschaft sind dabei, in der Kreisliga Spielpraxis zu sammeln. Aushängeschild ist die erste Mannschaft. Mit Dennis Sternicki hat sie einen Trainer, der es versteht, seine Mannschaft optimal vorzubereiten. Und auch die Spielerinnen überzeugten in der kurzen Saison (und den langen Trainingsphasen) nicht nur durch ihre Motivation, sondern auch durch ihre Spielstärke. Niewiara, der mit dem Volleyballsport in Hofgeismar verbunden ist, wie wenig andere: „So ein starkes Team hatten wir selten zuvor.“

Dass die Saison abgebrochen wird, könne man aber verstehen. Im Januar herrscht Lockdown, im Februar würden Hallensportarten vermutlich auch noch nicht betrieben werden können. So werde die Zeit immer knapper. „So bitter es klingt: Aber dann lieber das schnelle Aus als das ewige Rumeiern und Verschieben eines möglichen Re-Starts.“

Die Hoffnung ruhe jetzt darauf, dass die Mannschaft zusammenbleibe, um das Ziel, den Aufstieg, in der nächsten Saison angehen zu können. Er befürchte zwar nicht, dass Spielerinnen abwandern, aber durch Job oder Studium gebe es immer eine Fluktuation. Auch wenn der Spielbetrieb ruht, Training gibt es bei den Volleyballerinnen dennoch. Per Video trainiert man zusammen - jede Spielerin zuhause für sich. Wenn schon nicht von Auge zu Auge, so sehen sich die Spielerinnen so doch von Handy zu Handy. (Michael Rieß)

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