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Jeden Tag wird gelaufen: Ex-Fußballer Uwe Alheid vom TSV Bründersen ist ständig unterwegs

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Von: Reinhard Michl

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Auf dem Foto ist ein Mann zu sehen.
Vom Fußball zum Laufsport: Seinen bisher größten Erfolg errang Uwe Alheid, hier mit der Siegermedaille, 2019 in Düsseldorf im Trikot des SV Dodenhausen mit dem Gewinn der Deutschen Marathon-Mannschaftsmeisterschaft. © Reinhard Michl

Wir haben Uwe Alheid getroffen und ihn gefragt, was er mittlerweile so macht.

Bründersen – Bis zu seinem 42. Lebensjahr ging Uwe Alheid im Trikot der damaligen Fußball-Kreisoberligisten SG Bründersen/Altenstädt noch auf Tore- und Punktejagd. Wobei seine taktische Aufgabe in der Position als Vorstopper und Abwehrchef vordergründig darin bestand, gegnerische Gegentreffer zu verhindern. Nach Abschluss der Punktspielrunde vor elf Jahren hing er dann seine Stollenschuhe endgültig an den Nagel.

Blieb jedoch weiterhin bis zum heutigen Tag sportlich aktiv. Er tauschte nämlich die „Fußballlatschen“ gegen Laufschuhe aus und ist darin bei Wind und Wetter fast täglich mindestens eine Stunde intensiv unterwegs.

Uwe Alheid ist ständig als Läufer unterwegs

Begonnen hatte der heute 53-Jährige, der mit Ehefrau Silke Gochmann, die er vor 20 Jahren zum Traualtar führt und mit der er sowie der gemeinsamen Tochter in seinem Elternhaus im Wolfhager Stadtteil Bründersen lebt, schon während seiner Bundeswehrzeit beim Aufbaukommando Ost.

Doch bei Alheid blieb es nicht nur bei den Trainingsläufen. Er suchte auch die wettkampfmäßige Herausforderung auf den fünf und zehn Kilometer-Distanzen, den Halbmarathon- und Marathonstrecken. Zuerst im Nachbarkreis Waldeck bei den so genannten Waldeck-Cup-Läufen sowie im Nordhessencup und bei den Winterlaufserien des TSV Ippinghausen. Seinen bisher größten sportlichen Erfolg errang Uwe Alheid 2019 als Läufer der dreiköpfigen Mannschaft des SV Dodenhausen. Da gewann er mit seinen Kameraden in der entsprechenden Altersklasse in Düsseldorf den Titel eines Deutschen Marathon-Mannschaftsmeisters.

Auf hessischer Landesebene gab es für Uwe Alheid bei den Berg-, Straßenlauf- sowie Cross-Titelkämpfen bisher ebenfalls vier Mal Teamgold und mehrfach Silber.

Uwe Alheid trainiert bis zu dreieinhalb Stunden täglich

Derzeit konzentriert sich der Ex-Fußballer voll und ganz auf die Deutschen Mannschaftsmarathonmeisterschaften, die im April in Hannover über die Bühne gehen. Dazu sagt er: „Sofern Corona, wie schon in den vergangenen zwei Jahren, keinen Strich durch die Rechnung macht.“

Sein tägliches Lauf-Trainingsprogramm hat er deshalb auf dreieinhalb Stunden ausgeweitet, beziehungsweise er ist in dieser Zeit in seinem privaten Fitnessstudio aktiv.

Hinzu kommt noch sein berufliches Pflichtprogramm. Denn Uwe Alheid, der 1987 bei der Deutschen Post eine Ausbildung als Kraftfahrzeugmechaniker absolvierte, seinem Arbeitgeber bis heute die Treue hält, seit 2000 in Wolfhagen als Verbundzusteller unterwegs ist, legt dabei trotz „Hilfsmittel Auto“ bei jeder Diensttour rund 14 Kilometer auf Schusters Rappen zurück.

Mit dem Fußballspielen begann Uwe Alheid mit neun Jahren

Mit dem Fußballspielen begann Uwe Alheid erst mit dem neunten Lebensjahr. „Vorher hatten mir die Ärzte aufgrund eines Asthmaleidens Sport untersagt.“

Er durchlief bis zu den B-Junioren alle Altersklassen. Dann ruhte für ihn die runde Lederkugel. „Personell konnten wir keine A-Jugend stellen.“

Er zählte beim TSV Bründersen zu den absoluten Leistungsträgern

Mit 20 Jahren, der TSV Bründersen wurde wieder eigenständig, zog er in der TSV-Ersten wieder die Stollenschuhe an, zählte in den folgenden 22 Jahren mit zu den absoluten Leistungsträgern.

Trug in den weit über 1000 absolvierten Spielen für Bründersen sowie in Partnerschaft mit Ippinghausen, der heutigen FSG Weidelsburg, auch viele Jahre als Kapitän Verantwortung. Eine Begegnung ist ihm noch heute in guter Erinnerung: „Da gewannen wir in der Bezirksliga fast schon sensationell gegen den FSV Wolfhagen mit vier Toren. In dieser Runde gab es aber für mich und meine Kameraden auch zwei Negativrekorde. Sowohl vom SC Neukirchen als auch von Hombressen/Udenhausen bekamen wir jeweils mit 0:9 das Fell über die Ohren gezogen“, erinnert er sich. (Reinhard Michl)

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