1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Hofgeismar/Wolfhagen

Wesertal in der Achterbahn

Erstellt:

Von: Michael Wepler, Raphael Wieloch

Kommentare

Matchwinner: Wesertals Linus Freybott (am Ball) erzielte mit acht Toren nicht nur die meisten Treffer, sondern sorgte spät für den Ausgleich.
Matchwinner: Wesertals Linus Freybott (am Ball) erzielte mit acht Toren nicht nur die meisten Treffer, sondern sorgte spät für den Ausgleich. © Raphael Wieloch

Oedelsheim – Sämtliche Gefühlswelten passierten die Handballer der HSG Wesertal, um am Ende Linus Freybotts Treffer in allerletzter Sekunde zu feiern, als hätten sie den Klassenerhalt sicher. Keine Frage, das 32:32 (14:15) gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger ist ein Achtungserfolg und ein gelungener Start ins neue Jahr. Zudem stellte der Punktgewinn gegen die favorisierten Fuldataler einmal mehr die Heimstärke des Landesligisten unter Beweis, den diesmal 300 Zuschauer unterstützten. Wir fassen eine wilde, 60-minütige Achterbahnfahrt zusammen.

Der Start

Anschnallen, los geht’s: Die Wesertaler starteten konzentriert in die Partie und leisteten sich zunächst kaum Fehler. Die Konsequenz: Es entwickelte sich rasch ein intensives Spiel, ein munteres Hin und Her, in dem Freybott nach fünf Minuten für die erste Wesertaler Führung sorgte (3:2). Nico Schodder im Tor der HSG parierte in der Anfangsphase einige Bälle und war direkt auf Betriebstemperatur.

Die erste Abfahrt

Augen auf und durch: Trotz der Tatsache, dass Wesertal im ersten Durchgang mehrfach Alupech hatte, blieb die HSG auf der Höhe. Und auch eine vierminütige Torflaute brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept. Freybott boten sich auf Rechtsaußen immer wieder Räume. Und so blieb die HSG dran – Freybott gelang der Ausgleich zum 11:11 (24.).

Gegen Ende der ersten Hälfte wurde es etwas hektischer. Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen brachten HSG-Coach Frank Rossel derart in Rage, dass er mit Gelb verwarnt worden war. Yannic Neurath erzielte das letzte Tor in Halbzeit eins, in die Kabinen ging es mit einem 14:15.

Die Loopings

Nach dem Seitenwechsel nahm das Duell richtig an Fahrt auf. Im Hinspiel waren die Wesertaler in der zweiten Halbzeit eingebrochen. Das war diesmal nicht der Fall.

Nach einer gelungenen Eins-gegen-Eins-Situation warf Philipp Simon das erste Tor zum 15:15-Ausgleich. Nur wenige Minuten später sorgte Julian Brunst nach zwei starken Einzelaktionen für eine 18:17-Führung. Das Spiel war auf den Kopf gestellt – zumindest zeitweise.

Die Kurven

Ab der Führung durch Brunst hatte das Spiel keinen gradlinigen Verlauf mehr. Die HSG wurde ordentlich durchgeschüttelt. Drei Treffer in Folge verhalfen den Gästen zu einer 20:18-Führung, die sie wenig später auf vier Tore ausbauten. Sollte der Favorit wie beim 37:25-Hinspielsieg wieder davonziehen? Nein, denn diesmal stand eine stärkere Wesertaler Mannschaft auf dem Parkett.

Der Tabellenneunte blieb auf Schlagdistanz. Claas Warnecke, Arthur Müller, zweimal Freybott sowie Neurath waren mit ihren Toren die personalisierte Hoffnung und machten die Bahn frei für eine dramatische Schlussphase.

Das Ziel

Es stand 30:30 (57.). Die Gäste legten per Siebenmeter vor, Franco Rossel glich zum 31:31 aus. Die Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen und Lars Pietz sorgte für die erneute Gästeführung. Quasi mit der Schlusssirene fiel der Ausgleich: Anwurf zu Freybott, der hochstieg und mit einem abgefälschten Wurf zum 32:32 traf. (Raphael Wieloch & Michael Wepler)

Auch interessant

Kommentare