Nur acht starke Minuten beim 24:24 gegen Bad Hersfeld

Wesertal zeigt katastrophale erste Halbzeit

Unten durch: Katharina Kranz gelang gegen Hersfeld nur ein Treffer. Aber ein schöner. Sie erzielte das 3:2, als sie den Ball unter den Beinen von Hersfelds Torfrau ins Netz warf. Foto: Rieß

Oedelsheim. Guter Handball sieht anders aus. Was die HSG Wesertal im Landesligaspiel gegen den TV Hersfeld über weite Strecken bot, war über geprägt von Unsicherheiten beim Abspiel, schlechten Anspielen, einer wenig stabilen Abwehr und einer nicht gerade durchschlagenden Offensive.

„Die erste Halbzeit war katastrophal“, befand denn auch Trainer Jürgen Herbold nach dem 24:24 (8:13). Dass am Ende dennoch ein Remis zu Buche stand war acht starken Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit zu sehen.

Da zeigten die Wesertalerinnen all das, was sie auf den dritten Tabellenplatz geführt hatte. Eine zupackende Abwehr und ein treffsicherer Angriff. Doch anschließend fiel die Sieben wieder in ihr unkonzentriertes Spiel zurück und gab in der Schlussphase sogar einen Drei-Tore-Vorsprung aus der Hand. Unterm Strich holten die Gäste, die schnörkellos, aber effektiv spielten, deshalb verdient einen Punkt aus Oedelsheim.

Zu Beginn sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Doch nach einer knappen viertel Stunde lief bei Wesertal nichts mehr zusammen. Selbst Tempogegenstöße klappten nicht. Die Gäste zogen Tor um Tor davon. Fünf Treffer Vorsprung hatten sie zur Pause.

Was immer Trainer Herbold in der Kabine sagte, es waren wohl die richtigen Worte. Wie verwandelt kamen die Spielerinnen zurück aufs Parkett. Sie erzielten vier Tore in nicht einmal 2,5 Minuten - das sprach für sich.

Joana Leibecke warf die Gastgeberinnen beim 15:14 erstmals in der zweiten Halbzeit in Führung, sieben Minuten vor Schluss traf sie zum 24:21. Es war das letzte Tor für Wesertal, das in der Folge nicht konsequent genug den Vorsprung verteidigte und leichte Fehler machte.

Wesertal: Henze, Aßhauer (Tor) - Riedel 1, Ch. Schilke, Kaczor, Leibecke 5, Herbold 1, Martin 1, Przyludzky 7, Keßeler 2, Erger 3, Kranz 1, Mießen 3.

Schiedsrichter: Meider/Quentin

Zuschauer:140

Spielverlauf: 5:5 (12.), 5:8 (17.), 7:12 (27.), 8:13 (30.), 15:14 (37.), 21:19 (50.), 24:21 (53.), 24:24 (60.)

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