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Wesertals starke Nerven

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Von: Martina Sommerlade

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Nervenstark: Wesertals Katharina Kranz (links) erzielte kurz vor Schluss das alles entscheidende Tor für ihre Mannschaft.
Nervenstark: Wesertals Katharina Kranz (links) erzielte kurz vor Schluss das alles entscheidende Tor für ihre Mannschaft. © Markus Löschner

Oedelsheim – Das war nichts für schwache Nerven. Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Wesertal besiegten den TSV Wollrode denkbar knapp mit 24:23 (14:11). Die 175 HSG-Fans in der Sporthalle der Grundschule Oedelsheim erlebten dabei ein wahres Wechselbad der Gefühle und entluden ihre Anspannung am Ende mit lautstarkem Jubel und tosendem Applaus für ihr Team.

„Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen“, resümierte Jürgen Herbold. Die Erleichterung war dem HSG-Coach anzuhören. „Wir sind überglücklich über zwei hart erkämpfte Punkte. Im Spiel haben wir es uns wieder unnötig schwer gemacht.“

Denn die Gastgeberinnen starteten hervorragend in die Partie und führten bereits nach zehn Minuten mit 5:1. „Danach war dann irgendwie kurzzeitig der Wurm drin“, schildert Herbold die Phase, in der seine Sieben mehrere klare Chancen vergab und insgesamt „ein wenig schlafmützig unterwegs“ gewesen sei. Dies nutzen die Gäste zur Aufholjagd bis zum 10:10 (25.). In den verbleibenden Minuten besannen sich die Vereinigten dann wieder auf ihre Stärken und spielten eine komfortable Halbzeitführung heraus.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeberinnen den Drei-Tore-Vorsprung bis zum 17:14 (38.) halten, dann brach das Team erneut ein: „Ich weiß nicht, warum es immer wieder passiert, dass wir plötzlich glasklare Chancen auslassen und damit den Gegner aufbauen“, sagte Herbold. So wurden Strafwürfe vergeben und Tempogegenstöße verworfen, hinzu unterliefen der HSG zahlreiche technische Fehler.

Wollrode witterte seine Chance und glich nicht nur zum 19:19 (46.) aus, sondern ging kurz darauf sogar mit 22:20 in Führung. Die HSG gab indes nicht auf und drehte die Partie in den Schlussminuten. „Es war sicher ein wenig Glück dabei, aber über die gesamte Spielzeit gesehen ist das Ergebnis gerecht“, fand Herbold. (Martina Sommerlade)

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