Frauenfußball-Hessenliga: Weite Zierenberger Reise geht nach Mittelbuchen

Wieder ein Absteigerduell

Nicht leicht wird es für Zierenbergs Jil Steinrücken (rot), sich gegen die Abwehrreihe von Mittelbuchen durchzusetzen. Foto:  Michl

Zierenberg. Zum letzten Mal muss der TSV Zierenberg in der Frauenfußball-Hessenliga die Koffer packen und eine weite Reise antreten. Die Warmetalkickerinnen des Interimstrainerduos Marvin Pötter und Mateusz Zakrewski bestreiten ihr letztes Saison-Auswärtsspiel am Samstag, 15 Uhr, beim 1. FC Mittelbuchen.

Für beide Mannschaften geht es lediglich nur noch ums Prestige, haben sich nämlich die Gastgeberinnen aus dem 212 Kilometer entfernten Hanauer Stadtteil und auch Zierenberg bereits aus der höchsten Frauen-Landesklasse verabschiedet und werden zukünftig Verbandsligaluft schnuppern. Mittelbuchen ist Tabellenzehnter, direkt dahinter die Warmetalerinnen als Vorletzter mit einem Fünf-Punkte-Rückstand.

Bei allem Zweckoptimismus kann man Zierenberg nur Außenseiterchancen zubilligen. Es wäre schon eine Überraschung, könnten sie sich für die 0:2-Hinrundenniederlage revanchieren. Das größte TSV-Problem ist seit der Winterpause die personelle Situation, der auch die Nonstopp-Talfahrt seit dem Start in das Restprogramm geschuldet ist.

Kampf und Leidenschaft kann man der verbliebenen TSV-Rumpfelf nicht absprechen, unterm Strich hat sie aber nicht mehr Hessenligaformat. Was jedoch nicht bedeutet, dass sie beim Mitabsteiger Mittelbuchen nichts reißen will. Vielleicht, losgelöst vom permanenten Druck, platzt ja endlich einmal vor allem in der Offensive der Knoten, wobei aber die statistischen Fakten für die Gastgeber sprechen. Denn von ihren bisher sechs Saisonsiegen fuhren sie vier auf heimischen Geläuf ein, zudem ein Remis. Und sie haben mit Katharina Wolf eine Top-Vollstreckerin, die sich in der Spitzengruppe der Liga-Torjägerliste tummelt. 18 Mal gab Wolf in der laufenden Runde den gegnerischen Torwartinnen das Nachsehen und traf damit im Alleingang mehr als Zierenberg (17) insgesamt.

Wenn Zierenberg die Mittelbuchener Vollblutstürmerin neutralisieren könnte, wäre das schon die halbe Miete. Marvin Pötter jedenfalls ist zuversichtlich: „Wir haben nichts mehr zu verlieren, können nur gewinnen. Und das ist unser Ziel.“ (zih)

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