Wird Schindler Nachfolger von Röhn?

Langjährige Weggefährten: Für Stefan Schindler (links) als Kreisschiedsrichterobmann und Willi Röhn als Kreisfußballwart dreht sich schon seit Jahrzehnten alles um den Ball. Unser Bild entstand vor zehn Jahren bei einer Feier des Hessischen Fußballverbandes in Schauenburg. Foto: zhj

Willi Röhn, Chef des Fußballkreises Hofgeismar/Wolfhagen, hört nächstes Jahr auf. Die Anzeichen verdichten sich, dass Stefan Schindler sein Nachfolger wird.

Seit Monaten klopfen Vereine immer wieder bei Kreisfußballwart Willi Röhn an, und wollen wissen, wer denn im nächsten Jahr sein Nachfolger werden soll. Des öfteren schon hatte der Balhorner in den vergangenen Jahren gesagt, dass nach dann 26 Jahren an der Spitze des Fußballkreises Schluss sein wird. Nach dem Tod des favorisierten Nachfolgers Dieter Paterek tauchte die Frage neu auf.

Röhn beschwichtigte die Vereinsvertreter zunächst, die bereits bei einer Sitzung im Januar seine personellen Überlegungen hören wollten. Zu frisch war die Trauer um Patereks Tod. Bei der Sitzung im April, so versprach er, werde er sich äußern.

Die Sitzung ist nun am Montag in Zierenberg und im Vorfeld gibt es zahlreiche Spekulationen. Ein Name, der immer wieder genannt wird: Claus Menke. Doch der Hofgeismarer steht dafür nicht zur Verfügung. Um Chef im Fußballkreis Hofgeismar-Wolfhagen werden zu können, müsste er sein Amt auf Verbandsebene zurückgeben. Doch diese Referentenstelle für den Freizeitsport ist ihm wichtig, da sie zugleich personell eine Verbindung zwischen dem hiesigen Fußballkreis und überörtlichen Entscheidungsgremien bietet.

So scheint alles auf Stefan Schindler zuzulaufen. Der Kreisschiedsrichterobmann (KSO), der in Beberbeck aufwuchs und für den TSV Fürstenwald pfeift, wohnt zwar in Borgentreich und damit außerhalb der Kreisgrenzen, hat aber durch sein jahrelanges engagiertes Auftreten als KSO beste Kontakte zu allen Vereinen. „Einigen Vereinen ist er zwar dabei auf die Füße getreten“, heißt es in Fußballkreisen, doch eine breite Mehrheit scheint sicher, wenn er denn antritt. Dass er als KSO etwas bewegte, ist unstrittig - wie auch die Tatsache, dass man es in Führungspositionen nicht allen recht machen kann. Und auch für zwei weitere, mit Röhn ausscheidende langjährige Mitglieder des Kreisfußballausschusses sollen bereits Gespräche mit Nachfolgenern geführt werden.

Wie Röhn hatten auch Pressewart Reinhard Michl (Wolfhagen) und Kreiskassenwart Rolf Salzmann (Sand) schon vor längerem erklärt, dass sie nach Jahrzehntelangem Engagement kürzer treten wollen. Röhn will sich zu dem Thema frühestens am Montag öffentlich äußern. Aber es ist kein Geheimnis, dass er sich bei diesen Personalentscheidungen zurückhalten wird. „Der Neue muss seine Mannschaft selbst in Abstimmung mit den Vereinen zusammenstellen“, ist schon seit jeher sein Credo.

Britting im Gespräch

Und auch bei den Schiedsrichtern gibt es schon Hinweise, wer nächstes Jahr Schindler, sollte er zum Kreisfußballwart gewählt werden, als oberster Schiri folgen soll: Der stellvertretende KSO Udo Bernhart wird aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Doch Mike Britting, derzeit Kreislehrwart, soll bereitstehen.

Unter Zeitdruck stehen dabei weder die Schiris noch der Fußballkreis: Die Wahlen sind erst im kommenden Jahr. Doch bei Personalentscheidungen sind die Vereine besonders hellhörig. Deshalb will Röhn auch bereits elf Monate vor seinem Ausscheiden die Informationen geben: Am Montag in Zierenberg.

Von Michael Rieß

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