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Wolfhagen lässt nichts anbrennen

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Von: Raphael Wieloch

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Den berühmten Schritt schneller: Wolfhagens Paul Degenhardt (rotes Trikot), der in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden war, setzt sich gegen Schauenburg Yannis Czerny durch.
Den berühmten Schritt schneller: Wolfhagens Paul Degenhardt (rotes Trikot), der in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden war, setzt sich gegen Schauenburg Yannis Czerny durch. © Raphael Wieloch

Hoof – Allmählich gehen die Superlative aus: Da hatten die Fußballer des FSV Wolfhagen doch tatsächlich mal keinen Sahnetag erwischt, manch einer sprach sogar von der schlechtesten ersten Halbzeit in dieser Saison – und trotzdem gewann der Tabellenführer der Gruppenliga (Gruppe 1) mit 5:0 (4:0). Der Leidtragende war in dem Fall die SG Schauenburg, die im Derby nur bedingt etwas zu melden hatte, dennoch insgesamt tapfer dagegen hielt.

„Wir haben uns etwas erhofft und gerade in den ersten 30 Minuten viel Gegenwehr geleistet“, sagte Schauenburgs Kapitän Rico Waidner kurz nach dem Schlusspfiff. Und in der Tat: Die Gastgeber versteckten sich keinesfalls und attackierten die Wolfhager früh. Die Konsequenz: Die Wolfhager brauchten einige Minuten, um in die Pötte zu kommen und sich auf die Gangart der Gastgeber einzustellen. Dass dann ausgerechnet die erste gelungene Offensivaktion des Spitzenreiters zum 1:0 führte, war maximal ärgerlich für die Schauenburger. Timo Wiegand sorgte mit seinem 15. Saisontreffer für die Führung.

Schauenburg änderte in der Folge nichts an der Herangehensweise, was durchaus lobenwert war, allerdings blieben zwingende Torchancen aus. Ganz anders verhielt es sich, wenn Wolfhagen im Vorwärtsgang war. Mit schnörkellosem Fußball stellte der FSV seine Stärken eindrucksvoll unter Beweis und erhöhte in der 31. Minute auf 2:0 – wieder traf Angreifer Wiegand.

Der 13. Wolfhager Saisonsieg nahm konkrete Formen an. Und als Tjarde Bandowski, der aktuell übrigens mit 28 Saisontoren der beste Torschütze aller Gruppenligisten bundesweit (!) ist, auf 3:0 stellte (39.), war der Sieg praktisch in trockenen Tüchern. Der Offensivmotor war gegen Ende der ersten Halbzeit heiß gelaufen und nach einem folgenschweren Fehlpass von Schauenburgs Torwart Simon Icke traf Demetrio D’Agostino zum 4:0 ins verwaiste Tor (41.).

„Das ist auch eine Qualität“, brachte Rene van Dyck, Vorstand Sport beim FSV, die eigentlich mäßige Wolfhager Leistung mit dem deutlichen Pausenstand in einen Kontext.

Nach dem Seitenwechsel tat sich auf dem Platz nicht mehr allzu viel. Lockeres Auslaufen für die einen, Schadensbegrenzung für die anderen.

Schließlich besorgte Wiegand mit seinem dritten Tor den 5:0-Endstand (75.). Danach war Schluss. „Wir haben uns erstmal schwergetan, haben aber auch gegen einen guten Gegner gespielt. Es war kein schönes Spiel“, so Wolfhagens Coach Valentin Plavcic. (Raphael Wieloch)

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