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Sieg mit drei Traumtoren

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Von: Reinhard Michl

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Den Ball im Visier: Der Zierenberger Jannik Knoche (rechts) liefert sich einen Zweikampf mit Kaufungens Enes Karasoy.
Den Ball im Visier: Der Zierenberger Jannik Knoche (rechts) liefert sich einen Zweikampf mit Kaufungens Enes Karasoy. © Reinhard Michl

Zierenberg – So kann es beim TSV Zierenberg weitergehen. Am ersten Spieltag der Fußball-Gruppenliga feierten die Warmetaler von Trainer Daniel Schmidt vor heimischer Kulisse mit jedoch lediglich 70 Zuschauern einen 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den SV Kaufungen – und damit auch gegen ihren Ex-Trainer Marco Siemers, der sich ein Wiedersehen natürlich etwas anders vorgestellt hatte.

Siemers redete auch nicht lange um den heißen Brei herum: „Unsere Niederlage ist verdient. Zierenberg hat nicht nur mehr investiert, sich etwas zugetraut und sich dafür auch belohnt. Der Platzherrensieg hätte auch noch höher ausfallen können.“

Worte, die Daniel Schmidt wie Öl runtergingen und denen er nicht widersprach: „Trotz des Ausfalls mehrerer Stammspieler haben meine Jungens das Spiel und den Gegner eigentlich immer im Griff gehabt. Hinten nicht viel zugelassen, präsent in den Zweikämpfen sowie mit viel Druck in der Offensive. Wobei unsere Chancenverwertung noch ausbaufähig ist.“

Die drei Dinger, die die Zierenberger aber erzielten, waren schon allein das Eintrittsgeld wert und könnten beim Tor des Monats durchaus Berücksichtigung finden. Beim 1:0 tankte sich im 07er-Strafraum TSV-Kapitän Ante Grgic in Slalommanier durch die Kaufunger Abwehr, servierte den Ball millimetergenau in den Lauf von Theo Scharf (27.), der SV-Keeper Jan Schulz keine Chance ließ – 1:0. 100 Sekunden später machte Schulz seine Sache besser, verhinderte Kopf und Kragen riskierend mit einer Glanztat gegen Scharf das mögliche 2:0.

Aber auch die Gäste hatten ihre Möglichkeiten durch Enes Karasoy (34.) sowie Tobias Boll (45.), wobei dessen Schuss aus spitzem Winkel Nico Töppel für seinen schon geschlagenen Torwart Nils Zimmermann noch vor der Torlinie entschärfen konnte.

Die Entstehung des 2:0 könnte in jeder kickersportlichen Taktiklektüre Platz finden. Niels Willer bediente Karim Belarbi, der mit der Hacke das runde Spielgerät dem mitgelaufenen Ante Grgic (51.) auf den Stollenschuh servierte und der bei diesem feinen Spielzug nur noch einzuschieben brauchte.

Auch das 3:0 verdient das Prädikat Sahnehäubchen. Einen gut 30-Meter-Freistoß an der Außenlinie im Halbfeld der Gäste zirkelte Karim Belarbi (66.) über Freund und Feind hinweg unhaltbar in den oberen Torwinkel. Wenige Minuten später haderte Belarbi (70.) mit dem Schicksal. Allein eilte er auf Keeper Schulz zu, setzte den Ball jedoch an den Pfosten. (Reinhard Michl)

Zierenberg: Zimmermann – Töppel (85., Korth), Dieunedort, Sari, Belarbi, Feynus Hassan, Willer (67., KarKarwath), Möller, Knoche (80., Uffelmann), Scharf (75., Kuhlmann).

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