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Serie reißt gegen Melsungen

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Von: Raphael Wieloch

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Kontrolle im Mittelfeld: Zierenbergs Balcan Sari versucht in dieser Situation, gegen Melsungens Mittelfeldregisseur Ivan Durdek (links) an den Ball zu kommen. Kapitän Ante Grgic (rechts) beobachtet die Szene.
Kontrolle im Mittelfeld: Zierenbergs Balcan Sari versucht in dieser Situation, gegen Melsungens Mittelfeldregisseur Ivan Durdek (links) an den Ball zu kommen. Kapitän Ante Grgic (rechts) beobachtet die Szene. © Raphael Wieloch

Zierenberg – Jede Serie hat ein Ende. So auch die des TSV Zierenberg. Denn nach zuletzt fünf ungeschlagenen Ligaspielen in Serie verlor der Fußball-Gruppenligist sein Heimspiel gegen den Melsunger FV mit 0:3 (0:2). Während der eine Lauf also beendet ist, geht die andere Serie weiter: Melsungen feierte den dritten Sieg in Folge.

Und dieser nahm nach rekordverdächtigen 45 Sekunden bereits konkrete Formen an. Benet Berisha nutzte die anfängliche Tiefschlafphase der Zierenberger gnadenlos aus und traf mit dem ersten Angriff des Spiels zur frühen Führung. Eine extrem kalte Dusche für die Gastgeber, mit deren Nachwirkungen der TSV noch lange zu kämpfen hatte. „Unser Plan war mit dem Gegentor über den Haufen geworfen“, erklärte Zierenbergs Trainer Daniel Schmidt, der sich nur wenige kreative Augenblicke seiner Elf notieren durfe. Ein solcher Augenblick mündete beinahe im Ausgleich, allerdings verfehlte Ante Grgic das lange Eck knapp (22.).

Dennoch: Das Spiel der Gastgeber wirkte über weite Strecken viel zu statisch. Zudem waren es die Melsunger, die in einer Vielzahl an Zweikämpfen den galligeren Eindruck machten. Und offensiv blieb Zierenberg doch einiges schuldig. Angreifer Niels Willer kam im ersten Durchgang auf gefühlte fünf Ballkontakte, während sich Sturmpartner Karim Belarbi häufig festrannte. Es lief insgesamt erschreckend wenig zusammen. Da passte das 2:0 der Melsunger nur allzu gut ins Bild: Zum wiederholten Mal machte Zierenbergs Abwehr eine konfuse Figur, sodass Maximilian Kördel relativ freistehend erhöhte (28.).

Es konnte nur besser werden, könnte man meinen. Wurde es aber nicht. Oder zumindest nur bedingt. Zierenberg versprühte nach dem Seitenwechsel nicht gerade den Tatendrang, den es für eine Aufholjagd gebraucht hätte. Zunächst hatten die Gastgeber sogar Glück, als Melsungens Sebastian Vollgraf nicht schon vorzeitig für klare Verhältnisse sorgte und das 3:0 denkbar knapp verpasste (55.).

Die aussichtsreichste Möglichkeit für den TSV hatte im Anschluss Nahom Tekle Asefaw, der mit seinem Distanzschuss allerdings nur die Latte traf (58.). Ansonsten ließen die Gäste kaum etwas zu und lauerten auf den entscheidenden Konter. Dieser folgte in der 76. Minute, als der eingewechselte Nils Schöneberg den dritten Melsunger Treffer erzielte und damit für die Entscheidung sorgte.

„Das war mir kämpferisch zu dünn heute. Die Niederlage ist absolut verdient“, ärgerte sich Coach Schmidt, dessen Mannschaft am kommenden Sonntag in Vollmarshausen die Möglichkeit hat, eine anständige Reaktion zu zeigen. (Raphael Wieloch)

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