Wolfhagen gewinnt Derby gegen Zierenberg

Zwei Tore – zwei rote Karten

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Zweikampf: Zierenbergs Fabio Ohms (links) wird von Dustin Taege gestoppt.

Wolfhagen – Mit einem 2:0-Derbysieg gegen den Kreisrivalen und das Mitkellerkind TSV Zierenberg startete der FSV Wolfhagen aus der Winterpause der Fußball-Gruppenliga.

Auf dem Wolfhager Hartplatz sahen die 200 Zuschauer ein von beiden Seiten intensiv geführtes Spiel, das erst in den Schlussminuten entschieden wurde.

Erfüllte das Spiel die Kriteriern eines Derbys, bei dem es um Punkte für den Klassenerhalt ging?

Ja. Und zwar von Anfang bis Ende. Beide abstiegsbedrohten Teams lieferten sich bis in die Schlussphase einen jederzeit packenden Schlagabtausch.

Geht der Wolfhager Sieg in Ordnung?

Wenn eine Mannschaft zwei Treffer erzielt und beim Gegner eine Null steht, dann erübrigt sich eigentlich die Frage. Doch so einfach war es nicht. Denn im ersten Spielabschnitt besaßen die Zierenberger durch Fabio Ohms (20., 42.) und Martin Stück (30.) hochkarätige Einschussmöglichkeiten. Einmal stand der Außenpfosten im Weg, zwei Mal vereitelte FSV-Schlussmann Sebastian Schmidt mit Glanzparaden einen Rückstand. Bei den Hausherren hatte Julius Knatz (31.) Pech mit einem Lattenknaller.

Gab es Aufreger?

Ja, gleich mehrere. In der 66. Spielminute wurde der Wolfhager Jannick Schaake im Gästestrafraum von den Beinen geholt. Der Linienrichter signalisiert seinem Spielleiter den eigentlich fälligen Strafstoß, doch Schiedsrichter Marcel Koch (Niestetal) hatte es anders gesehen. Den Aufreger Nummer zwei, zumindest aus Zierenberger Sicht, gab es in der 85. Minute. Der kurz vorher eingewechselte Leunar Krasniqi ging von hinten Demetrio D’Agostino in die Beine, bekam dafür von Koch den roten Karton gezeigt. Damit aber noch nicht genug. Zwei Minuten später holte Zierenbergs Nico Töppel, ebenfalls mit einer Sense, von hinten Timo Wiegand von den Beinen. Auch da zückte der Unparteiische die rote Karte und schickte den Zierenberger vorzeitig zum Duschen.

Wann und wie fielen die Tore?

Nach dem Foul durch Stück an ihn führte D’Agostino den Freistoß schnell aus, schickte Neuzugang Mario Bajo auf der rechten Seite auf die Reise. Aus ganz spitzem Winkel, fast von der Torauslinie, zirkelte Bajo (86.) das runde Spielgerät auf den TSV-Kasten– und vorbei am verdutzten Gästekeeper Torben Schöler: 1:0. Auch beim zweiten Foul zwei Minuten später wurden die Zierenberger doppelt bestraft. Einmal durch Rot für Töppel, zum anderen durch den sicher verwandelten Strafstoß von Timo Wiegand (88.). Mit diesem 2:0 war natürlich die Messe nach einem auf beiden Seiten chancenarmen zweiten Durchgang gelesen. Da war einmal Julius Knatz (55.) an Keeper Schöler verzweifelt, auf der Gegenseite verfehlte Martin Stück aus dem Gewühl heraus nur um Papierbreite das Ziel.

Was sagten die Trainer?

Zierenbergs Coach Daniel Schmidt ärgerte sich im Doppelpack. „Dieses Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen. Wir hätten schon bis zur Pause den Chancen nach das Signal auf Grün stellen können. Hinzu kommt, dass beide roten Karten gegen uns doch überzogen waren.“ Etwas anders sah es natürlich Platzherrentrainer Valentin Plavic. „Ich will nicht verhehlen, dass Zierenberg im ersten Durchgang die Mehrzahl der Chancen besaß. Da hatten wir Glück, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Nach der Pause aber hat meine Mannschaft überwiegend die Akzente gesetzt und ihre Dominanz auch durch die zwei Treffer zählbar umsetzen. Ich bin sehr zufrieden.“

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