Kasseler unterliegen Barockstadt II

0:2 - SV Türkgücü wieder am Boden

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Schmerzhaft: Türkgücüs Atakan Özdemir (rechts) und Maurice Weitzel von der SG Barockstadt II landen nach einem Zweikampf unsanft auf dem Kunstrasen des Nordstadtstadions.

Kassel – Fußball-Verbandsligist SV Türkgücü hatte sich vor dem Heimspiel gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II eigentlich Chancen auf den dritten Sieg der Saison erhofft. Daraus wurde nichts. Die cleveren Gäste nutzten ihre Chancen im Gegensatz zum Aufsteiger kaltschnäuzig und gewannen letztlich auch verdient mit 2:0 (1:0).

Am Ende einer für die Gastgeber enttäuschenden Partie stellte Üstün fest: „Was wollen wir eigentlich noch für Chancen bekommen? Da müssen wir nach zehn Minuten 2:0 führen, haben einen Pfostenschuss und einen Lattentreffer, und stehen dennoch wieder mal mit leeren Händen da.“ Dennoch gab sich der Trainer versöhnlich: „Die Mannschaft hat alles gegeben, es fehlte einfach das Glück.“

Damit lag er richtig. Bereits nach zwei Minuten musste Yasin Bingül das 1:0 machen, als er völlig freistehend aus acht Metern neben den Kasten schoss. In der achten Minute wurde Okan Dereli im Fünfmeterraum von zwei Gegenspielern beim Abschluss geblockt.

Im Gegenzug machten die Gäste um Trainer Marco Lohsse erstmals ihre Ambitionen deutlich. Hamed Noori traf aus 20 Metern knapp daneben. Die Fuldaer, laut Lohsse mit sechs Ersatzleuten angetreten, spielten fortan ihre größere Erfahrung aus und nahmen das Heft des Handelns mehr und mehr in die Hand. Dann kam es, wie es kommen musste. Nach einem Eckball nahm Barockstadts Tobias Göbel einen abgewehrten Ball per Dropkick und hämmerte ihn unhaltbar für den guten Torwart Lukas Perzel zum 1:0 in Netz (36.) Enver Maslak hatte kurz vor der Pause den Ausgleich auf dem Fuß, verzog aber aus spitzem Winkel fünf Meter vor dem Gästetor.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, als Marek Weber aus drei Metern an Perzel scheiterte. Es wäre wohl die Vorentscheidung gewesen. Beide Teams spielten nun mit offenem Visier. Die einen drängten auf den Ausgleich, die anderen suchten die Entscheidung.

Naci Kara fasste sich ein Herz und drosch den Ball aus 25 Metern an den Pfosten (52.). Neun Minuten später scheiterte Bicer an der Querlatte des Gästetores. Andererseits retteten Perzel, Michael Gerber und Onur Büyükata in höchster Not auf der eigenen Torlinie. Dann die Entscheidung, als der eingewechselte Ronaldo Zenuni eine Flanke von Tobias Göbel unhaltbar zum 2:0 für die Gäste einköpfte (80.).

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