Drittliga-Handballer haben Tabellendritten zu Gast

Wundertüte Eintracht Baunatal empfängt Topteam Leutershausen

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Er kann’s auch am Kreis: Der Baunataler Rechtsaußen Sven Vogel, hier gegen die Neustädter Max Kaliske (links) und Franz Gerr (rechts). 

„Das kann ein richtig geiles Handballspiel werden.“ Trainer Dennis Weinrich freut sich auf das Drittliga-Duell seiner Baunataler Eintracht gegen die SG Leutershausen am heutigen Samstag um 18 Uhr. Weil sich die Großenritter bei 33 Toren eingeworfen haben, nur eines der letzten fünf Spiele verloren haben und weil sie nun ihr Konto zum Vorrundenabschluss ins Plus stellen wollen.

Aber sie empfangen den Tabellendritten, „der mit einer ganz starken Truppe“ (Weinrich) oben dran bleiben will. Der in der Fremde nur zwei von acht Spielen verloren und 234 Tore erzielt hat – mehr als alle anderen Teams und auch deutlich mehr als die Baunataler daheim (171).

„Leutershausen ist nicht nur wegen des Tabellenstands eines der Topteams der Liga“, sagt Sven Vogel über die Roten Teufel von der Bergstraße. „Wir werden die SG nur knacken, wenn wir den Schwung von den Siegen in Nußloch und gegen Gelnhausen mitnehmen können und aus einer kompakten, aggressiven Deckung wieder in unser schnelles Umschaltspiel kommen.“ Dann nämlich erhalten die besten Torschützen der Eintracht, Felix Geßner (66) und Vogel (58), wieder reichlich Gelegenheiten zum Flitzen in erster und zweiter Welle.

Der Rechtsaußen sieht das Team in einer guten Entwicklung. So wurde das bittere 33:34 gegen Dresden nach einer Neun-Tore-Führung „intensiv und gut aufgearbeitet“. Die Folge: „Danach haben wir disziplinierter gespielt und leichter die Ruhe bewahrt, wenn es mal nicht so lief. Wir müssen einfach unser Konzept durchziehen.“

Übrigens: Leutershausens Trainer Frank Schmitt bezeichnet die Baunataler Eintracht als kleine Wundertüte, die zwischen begeisternden und weniger starken Auftritten schwankt. Aber die Großenritter haben in der vergangenen Saison beide Duelle gewonnen, ihr spielfreies Wochenende zur Regeneration genutzt und bis auf Felix Rehberg alle Mann „frisch und ehrgeizig“ an Bord. „Wir haben zu Saisonbeginn einiges an Lehrgeld gezahlt, sind offenbar jetzt aber endlich mit viel Selbstvertrauen auf dem Weg zu mehr Konstanz“, sagt Dennis Weinrich. Natürlich sieht er die Baunataler in der Außenseiterrolle. „Aber das liegt uns eigentlich besser, Leutershausen hat mehr Druck als wir.“ Und er hätte nicht dagegen, wenn Schmitts Truppe heute in der Rundsporthalle ein blaues Wunder erleben würden.

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