Tennis-Bundesliga: Herren 30 der ST Lohfelden starten am Sonntag in die Saison

Das Abenteuer beginnt

Beidhändig: Der Lette Adrians Zguns wird am Sonntag beim Auftakt in der Tennis-Bundesliga der Herren 30 für die ST Lohfelden auf dem Court am Quellenweg stehen. Foto: wm

LOHFELDEN. Am Sonntag geht es los, ab 11 Uhr erwarten die Herren 30 der ST Lohfelden in der Tennis-Bundesliga ihren ersten Gegner TB Erlangen. Die einen sind Neulinge, die anderen schon seit ein paar Jahren in der höchsten Spielklasse.

Und die bringt nicht nur neue Teams mit neuen Spielern auf die Anlage am Lohfeldener Quellenweg, sondern auch den Schiedsrichterstuhl. Den muss die ST nämlich am Sonntag dann bis zum 5. Juli bereithalten, und zwar in dreifacher Ausführung, für die Courts 1, 2 und 6. Auf denen soll gespielt werden, ein Schiedsrichter sitzt dabei jeweils auf dem Hochstuhl, zählt Asse, Netz- oder Ausbälle und natürlich Punkte. Dazu wird ein Oberschiedsrichter für knifflige Fälle da sein.

„Wir freuen uns auf die Herausforderung“, sagt Kapitän Nico Henkel. „Und wir werden sie annehmen.“ Man habe sich in einem Trainingslager im Club Ali Bey an der türkischen Riviera optimal vorbereitet. „Das stärkt auch den sowieso vorhandenen Teamgeist, man kennt sich halt lange und gut“, sagt Mirco Wenderoth. Und der Zusammenhalt der Spieler ist sicher eine der Stärken für das Abenteuer Bundesliga. Die sollte den Schwachpunkt der fehlenden Erfahrung ausgleichen.

Eine weitere Stärke der ST dürfte der Einsatz der beiden Ausländer sein. Der Lette Adrians Zguns, seit 2012 in Lohfelden, steht für die ersten drei Spiele zur Verfügung. Rok Jarc aus Slowenien, neu im Team, macht zusammen mit Zguns die beiden ersten Spiele und dann die letzten drei.

Zum Ende der Saison werden die beiden ersten Mannschaften eine Finalrunde spielen, die beiden letzten Teams steigen ab. Zu Letzteren will man in Lohfelden nicht gehören, erklärtes Ziel ist der Klassenerhalt. „Und der sollte zu schaffen sein“, sagt Timo Goebel. „Wir sind mit drei Mannschaft auf Augenhöhe, mit etwas Glück schlagen wir die.“ Und Wenderoth fügt hinzu: „Das Glück haben wir uns in den letzten Jahren verdient.“ Man sei schließlich dreimal Zweiter der Regionalliga gewesen.

Kein finanzielles Abenteuer

Ein sportliches Abenteuer ist die Bundesliga für die ST Lohfelden, die kurzfristig den Platz des ETV Karlsruhe, der verzichtete, einnahm, mit Sicherheit, ein finanzielles wird sie nicht sein. „Der Etat ist gesichert“, sagen der Vorsitzende Jürgen Kitzinger und Sportwart Meik Röhrig unisono. „Die Bundesligasaison ist nicht mit Mehrbelastungen für den Verein verbunden. Dank eines Fördervereins und des Einsatzes unserer Sponsoren.“

Vielleicht hilft ja auch dabei, dass man in der Bundesliga die Spielbälle nicht mehr stellen muss, dass macht jetzt der Deutsche Tennis-Bund. Zum ersten Aufschlag und dann erstmals nach elf Spielen und weiter nach 13 Spielen gibt es neue Bälle.

Die bekommt man dann schließlich vom Schiedsrichter auf dem Hochstuhl. Fotos: nh, wm

Von Peter Fritschler

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