Baunatals Torhüter Kim Sippel schildert emotionale Beziehung zu bisherigem Klub

Abschied mal ganz anders

Wurde auf der Heimfahrt vom letzten Spiel für den KSV Baunatal sentimental: Kim Sippel, der auch auf dem Platz immer voll und ganz bei der Sache war, gibt sich auf Facebook (kleines Bild) für einen Fußballer ungewohnt offen. Archivfoto: Schachtschneider

Baunatal. Da sage noch einer, Fußballer seien Söldner, denen es nur ums Geld gehe. Die von einem Verein zum nächsten ziehen, ohne dass ihnen Kameradschaft und Verbundenheit etwas bedeuten. Keiner von diesen ist Kim Sippel.

Der Torhüter, der den KSV Baunatal nach drei Jahren verlässt und sich dem Gruppenligisten TSV Wabern anschließt, veröffentlichte auf Facebook Aufsehen erregende Gedanken zu seinem Abschied und gestattet sich eine Menge Sentimentalität.

Ausführlich schildert Sippel seine emotionale Verbundenheit mit Verein, Mannschaft und Anhängern. Und das, obwohl es sportlich nicht immer so lief wie erhofft. Aber egal. „Ich saß als Zehnjähriger schon mit Manuel Pforr und dessen Vater bei den Spielen auf der Tribüne des Parkstadions und wurde so zum echten Fan“, sagt der aus Reichenbach, einem Stadtteil von Hess. Lichtenau, stammende Sippel. Als C-Jugendlicher wurde dann ein Traum wahr, als er selbst das KSV-Trikot tragen durfte. Nach einigen Zwischenstationen kehrte er 2012 zum Baunsberg zurück und stieg mit den VW-Städtern als Hessenligameister in die Regionalliga auf.

Befürchtungen, für seine Offenheit Frotzeleien oder sogar Häme zu ernten, hegt Sippel nicht. „Ich hatte bei Facebook fast 200 Likes und viele andere positive Rückmeldungen“, sagt er. Ohnehin nimmt der 26-Jährige für sich in Anspruch, kein Blatt vor den Mund zu nehmen: „Ich möchte ein ehrlicher Typ sein, Wenn mir was gefällt, sage ich das, und auch, wenn mir etwas nicht gefällt.“

Den KSV Baunatal verlässt er aus mehreren Gründen. „Ich habe Spaß am Sport und will wieder spielen. Nebenbei werde ich beim TSV auch als Co-Trainer und Torwarttrainer arbeiten. Außerdem liegt Wabern vor meiner Haustür“, erklärt der im Ortsteil Uttershausen wohnende Inhaber der B-Lizenz.

Den Kontakt zum KSV will er intensiv pflegen. Zum Glück finden die Spiele seines neuen Klubs sonntags statt. „Samstag werde ich dann oft im Parkstadion sein und den Jungs in der Hessenliga die Daumen drücken“, sagt Sippel.

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