Fußball-Hessenligist KSV Baunatal hat nach enttäuschender Vorrunde das Saisonziel verpasst

Abstiegskampf für den KSV Baunatal

Muss mit dem KSV in die Abstiegsrunde: Trainer Tobias Nebe.
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Muss mit dem KSV in die Abstiegsrunde: Trainer Tobias Nebe.

Nein, zufrieden können die Fußballer des KSV Baunatal nach der Vorrunde nicht sein. In der Gruppe A der Hessenliga war das Erreichen der Aufstiegsrunde, und damit einer der ersten fünf Plätze, das Saisonziel. Stattdessen müssen die Nordhessen nach der bisher enttäuschenden Spielzeit in der Abstiegsrunde antreten. In der Zwischenbilanz schauen wir auf Punkte, die in der ersten Saisonphase bei den Baunatalern auffielen.

Das Saisonziel

Bereits zur Winterpause haben die Nordhessen ihr Saisonziel verpasst. Um den Einzug in die Aufstiegsrunde kämpften fast alle Teams der Gruppe A. „Es war eine extrem schwere und kräftezehrende Vorrunde. Wir hatten gefühlt immer Druck, was vielleicht dem Modus geschuldet ist“, sagt KSV-Trainer Tobias Nebe, und fügt im Hinblick auf das Abschneiden seines Teams hinzu: „Letztendlich haben wir es uns aber anders vorgestellt.“

Viel fehlte den Baunatalern dennoch nicht. Zur Erinnerung: Wenn sie das Nachholspiel in Flieden gewinnen sollten, würde ihnen am Ende nur ein Punkt auf den Fünften Neuhof fehlen. Allerdings mangelte es der Mannschaft an Konstanz. Zwar gab es einige Lichtblicke wie den 4:0-Erfolg in Fernwald und die starken Leistungen beim 3:3 gegen Spitzenreiter Fulda und dem 1:1 gegen Erlensee. Aber in ihren 19 Partien schafften es die Nordhessen nicht einmal, zwei Spiele am Stück zu gewinnen.

Nun geht es darum, den Klassenerhalt zu schaffen. Das ist gar nicht so einfach, denn von den zwölf Teams der Abstiegsrunde steigen maximal sechs Mannschaften ab. Und aktuell stehen die Baunataler auf einem Abstiegsplatz, allerdings haben sie auch eine Partie weniger absolviert als die Kontrahenten. Zunächst einmal müssen sie aber hoffen, dass die Spielzeit in der Winterpause nicht abgebrochen wird. Denn in diesem Fall wäre der KSV einer der Absteiger.

Die Personalsorgen

„Es hört sich vielleicht immer auch nach einer Ausrede an, aber das Verletzungspech ist trotzdem ein Grund. Wir konnten nicht ein einziges Mal mit derselben Mannschaft in die nächste Partie gehen“, sagt Nebe. Dadurch fiel es dem KSV schwer, den Rhythmus zu finden. In der Spitze fehlten den Baunatalern bis zu zehn Spieler. Bitter war vor allem der Ausfall von Felix Schäfer. Der Leistungsträger konnte aufgrund von Verletzungen nur fünf Partien in der Hessenliga absolvieren. Moritz Meuser und Malte Bandowski blieben sogar ganz ohne Einsatz.

Die Heimspiele

Bittere Rückschläge mussten die Baunataler vor allem in den Heimspielen hinnehmen. Das 0:1 gegen Neuhof, das 1:3 gegen Flieden sowie die 1:1-Unentschieden gegen Erlensee und Hanau. Die Liste der Begegnungen, nach denen sich der KSV über unnötige Punktverluste ärgerte, ist lang. Auffällig: Die Nordhessen spielten im Parkstadion zu häufig Remis, gewannen zu selten. Zwei Siege, sechs Unentschieden und zwei Niederlagen – so lautet die Heimbilanz. „Eine Serie, in der die Ergebnisse nicht stimmen, geht an den Spielern nicht spurlos vorbei. Dann macht man Fehler, die man sonst nicht macht“, sagt Nebe.

Die Neuzugänge

Bei den Neuen fielen vier Spieler auf. Sebastian Schmeer (5 Tore) und Hüseyin Cakmak (6) waren die besten KSV-Torjäger. „Basti hat sich durch die Vorrunde gequält. Er hatte ständig Verletzungspech, sonst wären noch mehr Tore von ihm möglich gewesen“, sagt Nebe. Jonas Labonte war zwischenzeitlich Stammtorhüter. Eine Fußverletzung plagte Nicolai Lorenzoni zu Saisonbeginn, später wurde er immer wichtiger für den KSV. Er war flexibel auf dem Flügel und als Sechser einsetzbar.

Die Überraschungen

Es gab einige Überraschungen in der Vorrunde. Erlensee, Neuhof, Fernwald aus der Gruppe A, Waldgirmes und Dietkirchen in der Gruppe B – vor der Saison hatte diese Teams kaum einer in die Aufstiegsrunde getippt. Und so gibt es neben Baunatal mit Alzenau, Hanau, Friedberg und Walldorf auch überraschende Namen in der Abstiegsrunde.

Das Flieden-Spiel

Zweimal wurde das Baunataler Spiel in Flieden abgesagt. Zunächst gab es beim KSV fünf Corona-Fälle, dann lag Schnee auf dem Kunstrasenplatz. Die Partie wurde auf den 26. Februar verschoben. Mut machen Nebe vor dem Nachholspiel die Auftritte seines Teams in den letzten Spielen. „Die Mannschaft hat die Situation und den Kampf angenommen. Sie hat dort ein gutes Gesicht gezeigt.“ (Manuel Kopp)

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