Spangenberger sind nach Kraftakt bereit für Stars und Zuschauer beim Reitturnier

Reitturnier in Spangenberg: Alles andere als 08/15

Spangenberg. Es war ein Kraftakt. Finanziell. Organisatorisch. Aber jetzt ist ein 80.000-Euro-Loch, das noch vor einem halben Jahr im 530.000-Euro-Etat klaffte, gestopft. Jetzt sind auch die Meldelisten der Sportler ebenso prall wie exklusiv gefüllt – trotz der Fünf-Sterne-Konkurrenz in Estoril (Portugal) und Knokke (Belgien) zur selben Zeit.

Und so verkündete Thomas Pfanzelt bei einer Pressekonferenz stolz: „Wir Spangenberger sind bereit für unser traditionelles Reitturnier.“

Zum 26. Mal schon treffen sich internationale Stars am Fuß des Schlossbergs. Los geht’s am Donnerstaq der nächsten Woche (6. Juli), Höhepunkt ist dann am Sonntag (9.7.) der Große Preis, in dem allein 80.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet werden.

Gut 100 Reiter aus 16 Nationen mit 300 Pferden werden erwartet. Darunter Olympiasieger wie Lars Nieberg sowie einstige Weltmeister in Einzel- oder Teamwertung wie Albert Zoer (Niederlande), Dermott Lennon (Irland), Meredith Michaels-Beerbaum und Janne Friederike Meyer-Zimmermann. „MMB“ und Meyer-Zimmermann – Siegerin 2005 und 2015 – gehören ebenso dem nur siebenköpfigen deutschen A-Kader an wie Patrick Stuhlmeyer aus Osnabrück. Echte Klasse also, die kommt.

Meyer-Zimmermann aus Hamburg, frisch verheiratet und nun mit eigenem Zucht- und Turnierstall in Pinneberg, war das Zugpferd gestern. Und, wie es sich gehört, hielt sie einen flammenden Appell für die Spangenberger um den Vereinsvorsitzenden Pfanzelt, den „stillen Macher“ Klaus Stöbel und ihr großes Helferteam. „Dieses Turnier ist keine 08/15-Veranstaltung, sondern hat so viele Alleinstellungsmerkmale, dass wir Reiter immer wieder gern nach Nordhessen kommen“, sagte sie. Natürlich gebe es bei den Springen der Global Tour viel mehr zu verdienen. Dort ist das Preisgeld eines Hauptspringens so hoch wie der gesamte Etat in Spangenberg. „Aber Geld ist nicht alles, die freundschaftliche, herzliche Atmosphäre hier plus optimale Bedingungen kann man nicht kaufen.“

Und mit diesen Pfunden wuchern die Spangenberger auch diesmal. Donnerstag und Freitag ist der Eintritt frei, ansonsten bleiben die Preise im Rahmen. „Wir sind und bleiben ein Turnier mit Herz für die ganze Familie“, betont Pfanzelt, „nicht professionell organisiert von Agenturen, sondern mit Freundlichkeit und Liebe von einem Verein.“ Der überdachte Abreiteplatz begeistert die Aktiven, bei den Besuchern kommt der überdachte Biergarten mit toller Sicht auf den Parcours bestens an, berichtet Stöbel. 1600 Sitzplätze bietet die Tribüne, auf einer Shoppingmeile gibt es (fast) alles von Reitsport-Artikeln bis zum Milchshake.

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