Vellmarer Regionalliga-Volleyballer bleiben nach Saisonabsage optimistisch

Am Ball bleiben ohne den Ball

Abgehoben: Vellmars Außenangreifer Stefan Derksen.
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Abgehoben: Vellmars Außenangreifer Stefan Derksen.

Der Volleyball-Spielbetrieb der Saison 2020/2021 in den Dritten Ligen sowie Regionalligen wurde am Wochenende vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) eingestellt. Davon betroffen ist auch die ranghöchste Mannschaft im Sportkreis: der SSC Vellmar. Hier sind die Fakten rund um die Absage und den erhofften Neustart.

Der Verband

Der DVV hat sich am Wochenende zur Absage der Regionalliga-Saison entschieden, weil sowohl eine Einfach-Spielrunde bis Ende April als auch eine Verlängerung der Spielzeit bis weit in den Juni hinein als nicht umsetzbar eingestuft wurde. Auf- und Absteiger, ebenso wie Meister, wird es nach der Einstellung nicht geben. Alle Mannschaften, die 2020/2021 für die Regionalliga oder die Dritte Liga spielberechtigt waren, können diese Spielberechtigung für die Saison 2021/2022 bis zum 15. Mai beantragen. Aller Voraussicht nach wird der SSC Vellmar diesen Antrag für seine Herren-Mannschaft stellen.

Mit der Einstellung der Hallen-Saison zum jetzigen Zeitpunkt, will der DVV allen Volleyballern ermöglichen, im Frühling oder Sommer – sofern die Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt – unter Beachtung der Hygienerichtlinien in die Beach-Saison zu starten. Bevor eine Rückkehr in die Hallen 2021 wieder möglich wird, soll mit dem Projekt „VEREINt zurück“ zusätzlich Outdoor-Sport zunächst möglich gemacht werden und bevorzugt stattfinden.

Der Trainer

„Wir wollen mit der Absage professionell optimistisch umgehen“, sagt Dierk Fooken. Der 45-Jährige hatte gerade erst das Traineramt von Roland Löber übernommen und konnte mit dem SSC im Herbst immerhin drei Spiele absolvieren. Zwei davon wurden gewonnen. „Durch die Fusion des SSC mit der VSG Kassel-Wehlheiden ist eine ungeheure Dynamik entstanden. Wir wollten natürlich mit unserem starken Kader oben mitspielen und müssen jetzt ohne Ball am Ball bleiben“, sagt Fooken. Der Trainer setzt dabei auf Eigenverantwortung der Spieler. Auch ein Online-Angebot hat es als Trainingshilfe gegeben, „aber gerade die beim Volleyball wichtige Schnelligkeit verschwindet innerhalb von drei oder vier Wochen“, weiß Fooken. Ein wichtiger Faktor in der Vorbereitung auf die kommende Saison könnte dabei Beachvolleyball sein, wenn der Verband und die Stadt Vellmar mitspielen und die Pandemielage es erlaubt. „Beachvolleyball ist zwar eine andere Sportart, aber die Schnellkraft und die Sprungfähigkeit werden auf alle Fälle gefördert“, sagt Fooken. „Meine Jungs kann ich zwar auch draußen quälen, aber am liebsten würden wir natürlich nach Ostern wieder in die Halle.“

Die Mannschaft

„Natürlich warten wir jetzt alle auf den Trainingsstart“, sagt Vellmars Kapitän Marc Löber. Ende Oktober sei man das letzte Mal gemeinsam in der Halle gewesen, da bestehe natürlich ein gewaltiger Nachholbedarf, weiß der 27-jährige Zuspieler. Kontakt innerhalb der Mannschaft habe immer durch die gemeinsame Whatsapp-Gruppe bestanden. Und noch eine Tatsache stimmt Löber optimistisch: „Die Renovierung der Großsporthalle ist abgeschlossen. Das wird die Motivation bei unserer Rückkehr sicher noch mal verstärken.“ (Martin Scholz)

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