Baunataler Eintracht verliert Drittliga-Krimi gegen Krefeld

Eintracht Baunatal am Ende nicht zwingend genug

Baunatals Benjamin Fitozovic (vorn rechts) hält den Krefelder Lars Jagieniak in Schach. Im Hintergrund Eintracht-Torhüter Marian Mügge.
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Baunatals Benjamin Fitozovic (vorn rechts) hält den Krefelder Lars Jagieniak in Schach. Im Hintergrund Eintracht-Torhüter Marian Mügge.

Am Ende standen die zwei ganz allein in der Ecke der Halle. Felix Geßner und Marvin Gabriel wirkten betrübt und ratlos nach der 27:29 (11:13)-Niederlage des GSV Eintracht Baunatal gegen die HSG Krefeld Niederrhein. In der heimischen Rundsporthalle hatten die Drittliga-Handballer gerade einen ordentlichen Krimi gegen die starken Gäste aus dem Westen verloren.

Erneut ohne den langzeitverletzten Geßner und den von einem Infekt lahmgelegten Kapitän Gabriel. Beide waren also Randfiguren wider Willen: „Allmählich reicht es mir mit dem Zuschauen. Es ärgert einen, wenn man der Mannschaft nicht helfen kann“, sagte Geßner, der weiter an seiner Fitness arbeitet und auf eine Rückkehr in den nächsten Wochen hofft.

Gesehen hatte der 30-Jährige ein spannungsgeladenes Handballspiel, bei dem die Eintracht teilweise einem Fünf-Tore-Rückstand hinterherlief, in der 44. Minute das erste Mal den Ausgleich schaffte und am Ende doch nicht zwingend genug agierte, um das Ruder in Richtung Sieg herumzureißen.

Leo Helbing startete am Kreis, später sollten allerdings auch Philipp Hempel und Jan-Erik Kleinschmidt auf dieser Position ihr Glück versuchen dürfen. Mantraartig hatte Trainer Dennis Weinrich in den vergangenen Wochen eine stabile Abwehr angemahnt und diese am Samstag in der Rundsporthalle auch bekommen. Der Mittelblock mit Phil Räbiger und Fynn Reinhardt funktionierte weitestgehend effektiv, aber auch Marian Mügge spielte dieses Mal im Baunataler Tor 60 Minuten durch und vereitelte dabei mehr als ein halbes Dutzend (fast) sichere Tore der Krefelder.

„Die Eintracht hat es uns mit ihrer Abwehrstärke schwer gemacht“, attestierte nach dem Spiel HSG-Trainer Maik Pallach den Gastgebern.

Seine Schützlinge hatten allerdings selbst mit Sven Bartmann einen souveränen Akteur im Kasten und einen mit früheren Zweitliga-Spielern gespickten Kader..

„Eigentlich muss ich zufrieden sein. Alle haben ihre Leistung abgerufen, aber es wäre mehr drin gewesen“, sagte später Eintracht-Trainer Weinrich und durfte sich dabei vor allem über die letzten 15 Minuten des Spiels ärgern, als nach dem Ausgleich Krefeld doch immer wieder mit ein oder zwei Toren führte und den Vorsprung am Ende ins Ziel rettete.

Dabei hatte Weinrich alle spielerischen und taktischen Waffen gezückt, die ihm zur Verfügung standen. Teilweise wurde mit zwei Kreisläufern gleichzeitig gespielt, und der siebte Feldspieler war immer wieder im Einsatz. „Wir waren ebenbürtig, haben dann aber zuviele einfache Fehler beim Abschluss gemacht“, ärgerte sich Rückraumschütze Kevin Trogisch nach dem Spiel. Dabei gab es immer wieder sehenswerte Einzelleistungen von Benjamin Fitozovic auf der Rechtsaußen- oder von Tom Kurtz auf der Linksaußenposition, wenn es über die Mitte nicht gut genug lief.

Aber Krefeld nutzte jeden noch so kleinen Fehler und agierte vor allem am Baunataler Kreis effektiver. Und so standen die Baunataler am Ende das erste Mal nach der Corona-Pause als Verlierer in der Rundsporthalle vor eigenem Publikum. Und ein Ziel rückt nun wieder verstärkt in den Fokus von Trainer Weinrich: „Mit der Abstiegsrunde wollen wir nichts zu tun haben. Wir müssen jetzt unbedingt Platz sechs sichern.“ (Von Martin Scholz)

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