Fußballer blicken auf ihre Zeit mit dem Trainer zurück

André Schuberts ehemalige Schützlinge: „Er war seiner Zeit voraus“

André Schuberts

Kassel. 2002 wurden die A-Junioren des KSV Baunatal Fußball-Hessenmeister. Ihr damaliger Trainer: André Schubert.

Genau jener André Schubert, der nach dem Rücktritt von Lucien Favre als Interimstrainer für den Höhenflug von Borussia Mönchengladbach sorgte. Inzwischen beförderte der Bundesligist den 44-Jährigen zum Cheftrainer. Bei seinen damaligen Spielern hinterließ Schubert nachhaltigen Eindruck, wie sie mitteilten.

Sebastian Finke

 „André Schubert hat schon immer sehr zielstrebig und leistungsorientiert auf den Erfolg hingearbeitet. Von seinen einmaligen Taktikschulungen profitiere ich noch heute“, berichtet Finke, der auch von den modernen Methoden des Trainers angetan war: „Reines Lauftraining gab es fast nie. Der Ball war immer im Spiel. Da kam sogar ich als Torhüter auf meine Kosten.“ Zudem bescheinigt Finke Schubert Wandlungsfähigkeit: „Vielleicht war er früher ein wenig verbissen. Heute ist er gelassener und nimmt sich zurück.“

Eren Cihan

Höchstes Ansehen genießt Schubert auch bei Eren Cihan. „Er war seiner Zeit voraus, hat Taktiken geschult, die heute noch aktuell sind. Nach jedem unserer Spiele lieferte er eine professionelle Analyse“, sagt der ehemalige Abwehrspieler, der selbst eine Trainerkarriere startete: „Dabei orientiere ich mich sehr stark an ihm.“

Yusuf Barak

„André war mein erster Trainer, der die Einheiten professionell bis ins kleinste Detail durchgeplant hatte. Er war sehr ehrgeizig und wusste genau, was er wollte“, sagt Yusuf Barak und führt weiter aus: „Schubert war früher schon taktisch auf höchstem Niveau. Das Fußball-ABC habe ich von ihm gelernt.“

Allerdings, so Barak scherzhaft zum damaligen Erfolg, „hatte er natürlich auch eine Topmannschaft“. Schuberts Karriere nötigt Barak großen Respekt ab: „Er hatte ja als Spieler keinen großen Namen wie im aktuellen Fall Stefan Effenberg und hat sich alles selbst erarbeitet. Hut ab dafür, wie er es nach der schweren Zeit und dem Abgang auf St. Pauli nun wieder geschafft hat.“

Sebastian Zinke

„Ich habe André Schubert als fachlich guten, akribischen Arbeiter in Erinnerung, der prima mit Leuten umgehen kann und mit uns schon ungewöhnliche Sachen gemacht hat. Als wir mal nicht den passenden Partner für ein Testspiel in der Nähe fanden, sind wir eben bis nach Unterhaching gefahren und haben dort gespielt“, berichtet Zinke. Was Schubert damals fehlte, das er heute hat? „Einen grünen Kapuzenpulli.“

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.