Von Dreifachtorschützen und Favoritenstürzen

Auffälligkeiten im Fußball: Gelbe Karte im Klappstuhl beim CSC 03 Kassel

Gelbe Karte im Klappstuhl: Schiedsrichter Fabian Bierau verwarnt Torwarttrainer Tobias Klöppner vom CSC 03 Kassel nach einer Reklamation.
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Gelbe Karte im Klappstuhl: Schiedsrichter Fabian Bierau verwarnt Torwarttrainer Tobias Klöppner vom CSC 03 Kassel nach einer Reklamation.

Zwei Favoritenstürze, zwei Dreifachtorschützen in einem Spiel und eine Gelbe Karte für einen Torwarttrainer im Klappstuhl am Seitenrand – die Auffälligkeiten im heimischen Fußball.

Gelb am Seitenrand

Im Tor stand Tobias Klöppner lang nicht mehr. Dennoch sah er am Sonntag die Gelbe Karte. Was hatte sich der Torwarttrainer von Verbandsligist CSC 03 Kassel zuschulden kommen lassen? Wo er doch nur scheinbar unbeteiligt im Klappstuhl neben der Bank die 0:2-Heimniederlage gegen den Lichtenauer FV verfolgte. „Ein gegnerischer Spieler hatte unseren Tormann Lukas Rudolph unnötigerweise umgerannt. Der Schiri hat gepfiffen und den Spieler verwarnt. So weit, so gut“, sagte „Klöppi“. „Dann aber mischte sich der Linienrichter ein und meinte, es sei alles halb so wild gewesen. Das  habe ich etwas anders gesehen.“ Auch aus dem Schreck und der Angst um Rudolph heraus habe er das Ganze kommentiert. „Gelb geht in Ordnung, ich sollte freundlich bleiben. Das ist mir nicht gelungen“, sagte Klöppner. Ärgerlich ist, dass er wegen der Verwarnung eine Zahlung in die Mannschaftskasse fällig ist. „Finanziell wird es eng. Dann muss ich einen Döner weniger essen.“ Und der Klappstuhl? „Na ja, früher beim KSV Baunatal hat es immer nur für eine leere Wasserkiste gereicht. Das ist doch jetzt schon ein Aufstieg.“

Dreifachtorschützen

Als ob der sensationelle 4:3-Sieg von Außenseiter TSV Vellmar im Derby gegen die Eintracht nicht schon genug Aufsehen erregt hätte, gab es auch noch zwei Dreifachtorschützen. Mirko Tanjic bei den Gästen, Sascha Boll beim TSV. Während Tanjic in seiner Karriere stets als Torjäger in Erscheinung trat, war dies bei Boll nicht immer so. Und auch jetzt nicht zu erwarten, wie Spielertrainer Sebastian Knoll berichtet: „Er wollte aus familiären Gründen eigentlich schon aufhören. Weil wir aber schon lange gut befreundet sind, hat er sich überreden lassen und ist nun alle zwei Wochen dabei. Und wenn er schon mal da ist, trifft er auch.“ Auch Knoll selbst steuerte einen Treffer bei. „Aber wie Sascha mit seinem starken linken Fuß zugeschlagen hat, war schon Klasse.“

Bedient war Eintracht-Trainer Leon Palushaj. „Wir waren so schlecht wie das Wetter. Außerdem spielt jeder gegen uns so wie gegen Bayern München. Wenn ich einige unserer Jungs darauf hinweise, dass wir auch kämpfen müssen, denken sie, ich wollte sie veräppeln“, sagte er.

Wilhelmshöher Coup

Achtmal hatte der SV Nordshausen seit dem Start der Kreisoberliga gewonnen. Mit dem 0:2 bei Olympia Kassel endete die Serie am vorletzten Sonntag. Nun kam es noch dicker. Der Spitzenreiter unterlag zuhause gegen die in dieser Serie mit schwankenden Leistungen aufwartende TSG Wilhelmshöhe 1:5. „Die starke zweite Hälfte macht Mut. Daher glaube ich nicht, dass wir in ein Loch fallen“, sagte Trainer Stefan Böcking. Ihren Knackpunkt erlebte die Partie nach einer knappen Stunde. Rouven Höller hatte für den SVN auf 1:2 verkürzt, aber Malte Heller traf postwendend zum 3:1 für die Gäste. Und später sogar zum 4:1. Dabei findet sich der Mittelfeldmann selten unter den Torschützen. Nach einem Doppelschlag durch Louis Lengemann und Noel Eisenberg hatte die TSG zur Pause 2:0 geführt, Daniel Fehr setzte den Schlusspunkt zum 5:1. (Wolfgang Bauscher)

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