Bewegung für Nordhessen: Freeletics-Gruppe trainiert viermal pro Woche

Aufgeben ist keine Option

Bei Wind und Wetter: Sie trainieren regelmäßig in der Samuel-Beckett-Anlage, von links: Robin Klein, Fitness-Experte Sascha Seifert (Rehamed), Matthias Roth, HNA-Redakteur Bastian Ludwig, Nina Kim, Personal Trainerin Viviane Ottemann und Evelyn Wilhelm.

Kassel. Der Himmel ist bedeckt. Es weht ein eisiger Wind durch die Samuel--Beckett-Anlage. Als die Freeletics-Gruppe unserer Aktion „Bewegung für Nordhessen“ dort ihre Aufwärmrunden dreht, dämmert es bereits in Kassel.

Bei jedem Schritt spritzt Regenwasser vom Boden an die Beine der sieben unerschrockenen Sportler. Doch Aufgeben ist keine Option. Freeletics ist ein Fitnessprogramm für Hartgesottene. Denn: Liegestützen, Klimmzüge und Co werden bei Wind und Wetter im Freien absolviert.

„Das macht für mich gerade den Reiz aus“, erklärt HNA-Leser Matthias Roth. „Ich kann Fitness-Übungen machen, wann und wo ich will, ohne an fixe Trainingszeiten oder Mitgliedsbeiträge gebunden zu sein.“ Dass man sich dabei dreckige Hände und nasse Klamotten holt, scheint weder den 30-Jährigen noch seine Freeletics-Kollegen zu stören.

Zwar hörte man während des 20-minütigen Fitness-Programms immer mal wieder Kommentare wie „Mein Hintern ist nass“ oder „Meine Finger frieren sogar durch die Handschuhe ein“ – aber alle halten durch. „Das grenzt schon an psychologischen Terror, wenn du immer als erster fertig bist“, ruft HNA-Redakteur Bastian Ludwig seinem Leidensgenossen Robin Klein scherzhaft zu. Dann kündigt Personal-Trainerin Viviane Ottemann den Wechsel zur nächsten Übung an: „Noch zehn Sit-Ups, dann das ganze von vorn. Beginnend mit 35 Jumping Jacks.“ Leises Stöhnen. Ein wenig erinnert das Szenario an ein Training bei der Bundeswehr. Allerdings sind rund 20 Minuten Übungen plus einige Runden zum Aufwärmen und Auslaufen im Verhältnis dazu doch moderat. „Für den Körper reicht diese Zeit aus, um optimal in Form zu kommen“, sagt Ottemann.

Mehrmalige Wiederholung der Trainingseinheiten in der Woche seien allerdings unerlässlich. „Am wichtigsten ist der ausgewogene Wechsel von Ruhetagen und Sporttagen. Daher trainieren wie zweimal pro Woche mit den Teilnehmern. An zwei weiteren Tagen sind sie selbst für ihr Freeletics-Programm verantwortlich.“ Da Sport zusammen mehr Spaß macht, trainiert die Gruppe so oft es geht zusammen: „Wir haben sogar eine Whatsapp-Gruppe gegründet, um uns auszutauschen und zu verabreden“, sagt HNA-Leserin Evelyn Wilhelm.

Auf dem Trainingsplan stehen unter anderem Sit-Ups, Jumping Jack (als Hampelmann bekannt), Burpees (Liegestützesprung) und die Bauchweg-Übung Leg Lever im schnellen Wechsel.

„Teilweise sind die Übungen schon happig, aber wir beißen uns alle tapfer durch“, sagt Nina Kim.

Von Jasmin Paul

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.