Fußball: Ursachen für den Misserfolg des Kreisoberligisten

BC Sport Kassel hat Aufstieg schon zuvor verspielt

+
Gasse zu: Nicht immer hatten die Sportianer wie hier Eray Ecevit (links) und Alexandru Cucu gegen den Edermünder Felix Mertsch ihre Gegner in den Aufstiegsspielen im Griff.

Kassel. Es hat nicht ganz gereicht. Sie hatten ihr großes Ziel, den Aufstieg in die Gruppenliga, schon vor Augen. Dann aber wurden die Fußballer des BC Sport Kassel aus allen Träumen gerissen und müssen in der kommenden Kreisoberliga-Saison einen neuen Anlauf nehmen.

Selbstverständlich saß der Frust bei den Sportianern tief. Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde standen sie bei der SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach unter Zugzwang. Nur ein Sieg hätte ihnen gereicht, während der Gegner nur noch ein Unentschieden benötigte. Bis in die Nachspielzeit hinein war beim Stand von 0:0 alles offen, dann sorgte ein Kontertor der Gastgeber für Klarheit.

„Große Enttäuschung ist schon da. Aber wir sind nicht am Boden zerstört“, kommentiert Abteilungsleiter Achim Schlieckmann das Scheitern. Und macht deutlich: „Das Spiel in Hundelshausen mit der 0:1-Niederlage war nicht entscheidend für den verpassten Aufstieg. Den haben wir vorher verspielt“, erklärt Schlieckmann und konkretisiert: „Wegen unserer miserablen Hinrunde haben wir die Meisterschaft und den direkten Aufstieg verpasst. Und in der Aufstiegsrunde hat es nicht geklappt, weil wir in Goddelsheim unkonzentriert waren und dadurch verloren haben.“ Nichts vorzuwerfen habe sich der BC Sport nach dem 0:1 in Hundelshausen. „Da haben alle gekämpft bis zum Schluss, und der Gegner hat das geschickt gemacht.“

Zudem fehlte den Kasselern in der wichtigsten Saisonphase auch ein wenig das Glück. Einige Stützen der Elf von Spielertrainer Alexandru Cucu waren angeschlagen, Eray Ecevit setzte wegen Passformalitäten im Zuge seines Wechsels zum FC Bosporus gegen Goddelsheim vorsorglich aus, und für Eugen Klukin war die Runde nach dem dritten Spiel wegen einer Roten Karte beendet und Torjäger Serkan Gürleyen konnte aus privaten Gründen nicht mitwirken.

Angesichts dieser Ausfälle erwies sich der Kader als etwas zu dünn. „Da hatten wir nichts mehr zuzusetzen“, befindet Schlieckmann und richtet seine Gedanken unverzüglich nach vorn: „Jetzt erst recht. Die Fehler der abgelaufenen Saison wollen wir dann vermeiden.“ Abgesehen von den genannten seien dies „einige unglückliche Personalentscheidungen im Kader und die womöglich zu spät erfolgte Einsetzung von Cucu als Spielertrainer“. Wer neu kommt, steht noch nicht fest. Verlassen werden den BC Sport neben Ecevit auch Leon Palushay und der zweite Torhüter Ruhi Kilic.

Von Wolfgang Bauscher

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.