Torwart Manfred Umbach gelang mit TSV Jahn Gensungen Sprung in die Bundesliga

Ein Aufstiegsheld wird 70

Der große Rückhalt: Manfred Umbach vor knapp 40 Jahren im Tor des damaligen Bundesligist TSV Jahn Gensungen. Foto: 

KASSEL. Kurz nach zwölf Uhr mittags schlug die Stunde des größten Triumphs: Am Sonntag, 7. Mai 1978, machte der TSV Jahn Gensungen den Aufstieg in die Handball-Bundesliga perfekt. Zwar verlor die Mannschaft um Spielertrainer Peter Barthelmey das Qualifikations-Rückspiel in der Charlottenburger Halle bei den Reinickendorfer Füchsen mit 11:17, doch reichte der 20:13-Hinspielsieg für den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der Edertaler.

„Das war einfach unglaublich. Im Berliner Hexenkessel wurden wir von unseren 300 mitgereisten Fans fantastisch unterstützt“, schwärmt Manfred Umbach, der heute 70 Jahre alt wird. Er und sein Torwart-Kollege Jürgen Busse trugen vor knapp 40 Jahren viel dazu bei, dass der Gensunger Traum von der Bundesliga wahr wurde.

Die Handball-Euphorie im Edertal währte aber nur ein Jahr. Zusammen mit Bayer Leverkusen und dem OSC Rheinhausen mussten die Jahner den Gang in die Regionalliga antreten. Jubilar Manfred Umbach, einst ein großes Bewegungstalent, kann heute - was die Fitness betrifft - sportlich keine großen Sprünge mehr machen. Wegen Herzrhythmusstörungen setzten ihm die Ärzte vor einem Jahr einen Herzschrittmacher ein. Dennoch schwingt er sich so oft es geht auf sein E-Bike und radelt bis zu 30 Kilometer am Tag. Das Fahrrad gehörte auch zum Reisegepäck, als er kürzlich mit seiner Frau Gisela für zwei Wochen Urlaub in Nordstrand nahe Husum machte.

Seinen heutigen Geburtstag verbringt Hobbyfotograf Manfred Umbach („vor allem Landschafts- und Tiermotive haben es mir angetan“) allein mit seiner „Gilla“, mit der er seit 1971 verheiratet ist. „Wir werden es uns mittags beim Italiener gut gehen lassen und uns abends in den eigenen vier Wänden einen trockenen Weißwein gönnen“, freut sich das Geburtstagskind.

Zur Person

Zur Person

Manfred Umbach, am 9.11.1947 in Kassel geboren, lernte das Handballspielen mit zwölf Jahren beim KSV Hessen und kam über Viktoria Bettenhausen und die SVH Kassel 1975 zu Jahn Gensungen. Er hat eine Tochter (Anja/41, verheiratet in der Schweiz) und wohnt in Kassels Vorderem Westen. Manfred Umbach war technischer Angestellter im Vertrieb der Städtischen Werke. Er ist nicht verwandt mit dem Baunataler Claus Umbach. (gra) Foto: Fischer/nh

Von Günter Grabs

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