Fußball-Hessenliga: KSV und Lohfelden stehen im Tabellenmittelfeld – Vellmar hofft auf starke Rückrunde

Baunatal und FSC liegen im Soll

Er hatte oft Grund zum Jubeln: Nico Schrader ist mit acht Treffern bester Baunataler Torjäger. Fotos: Fischer (2), Schachtschneider

Kassel. Die Fußball-Hessenligisten sind in der Winterpause. Es ist Zeit, auf die bisherige Saison des KSV Baunatal, des FSC Lohfelden und des OSC Vellmar zurückzublicken.

KSV Baunatal

• Die Bilanz: Die Baunataler starteten stark und gewannen die ersten fünf Partien. Bis zum sechsten Spieltag waren sie Tabellenführer. In den restlichen 15 Spielen ging es auf und ab. Die VW-Städter holten fünf Siege, ein Remis und neun Niederlagen. Damit liegen sie auf dem sechsten Platz – voll im Soll.

• Das sagt der Trainer: „Insgesamt sind wir zufrieden“, sagt Tobias Nebe. „Wir haben sehr stark angefangen, da wollen wir auch wieder hin. Dann waren wir nicht mehr genügend konstant, sicherlich auch aufgrund von Verletzungen. Aber wir sind nicht unzufrieden, auch wenn ich der Mannschaft noch mehr zutraue.“

• Das fiel auf: Schmerzlich wurde es im Derby beim FSC Lohfelden. Die Baunataler unterlagen nicht nur 1:4, sondern Egli Milloshaj und Tom Samson zogen sich beide einen Mittelfußbruch zu.

• Die Perspektive: Die Baunataler starten am 22. Januar in die Vorbereitung. Nachdem die Fitness-Grundlage gelegt ist, will Trainer Nebe den Fokus auf den spielerischen Bereich legen – verschiedene Systeme sollen einstudiert werden. Dafür hat der KSV sechs Testspiele vorgesehen, auch das Derby gegen Vellmar am 24. Februar.

FSC Lohfelden

• Die Bilanz: Vor keiner einfachen Saison stand der FSC, der mit 15 Abgängen und 13 Neuzugängen den Umbruch vollzog. Die Lohfeldener liegen gemessen an ihrem Saisonziel im Soll. Platz neun hatten sie vor der Spielzeit angepeilt, den nehmen sie derzeit ein.

• Das sagt der Co-Trainer: „Wir schauen positiv zurück“, sagt Daniel Beyer. „Allerdings ist unsere Auswärtsbilanz ein Wermutstropfen. Wir könnten deutlich besser da stehen, wenn wir auswärts besser gepunktet hätten. Aber unser Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz, daher sind wir auf Kurs.“

• Das fiel auf: Der Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsbilanz ist beim FSC auffällig. 22 der 26 Punkte holte Lohfelden im Nordhessenstadion und zählt zu den heimstärksten Teams. Auswärts stehen in zehn Partien allerdings nur vier Punkte zu Buche. „Einen Grund sehe ich nicht. Wir haben auswärts auch gute Spiele gemacht und nicht gepunktet und zu Hause manchmal nicht so gut gespielt und gewonnen“, sagt Beyer.

• Die Perspektive: Die Lohfeldener steigen am 29. Januar in das Training ein. Wie in den vergangenen Jahren bereitet Trainer Otmar Velte sein Team fünf Wochen auf die restliche Rückrunde vor.

OSC Vellmar

• Die Bilanz: Vellmar musste vor der Saison Abgänge von Leistungsträgern verschmerzen, die auch durch Hessenliga-Neulinge ersetzt wurden. Die Neuzugänge brauchten Zeit, sich an die Liga zu gewöhnen. So holte der OSC erst am siebten Spieltag den ersten Punkt, am 15. Spieltag gelang der erste Sieg. Aber die Vellmarer steigerten sich und holten acht ihrer zehn Punkte aus den letzten acht Partien. Dennoch sind sie Tabellenletzter.

• Das sagt der Trainer: „Wir wussten vor der Saison, dass es schwierig wird. Und so kam es auch“, sagt Mario Deppe. „Wir haben ein junges Team und einen kleinen Kader, dass macht es in der Hessenliga schwer. Gerade wenn man die Entwicklung der Liga sieht, in der mittlerweile Profi- gegen Amateur-Teams spielen.“

• Das fiel auf: Die Vellmarer mussten bis zum 15. Spieltag auf ihren ersten Sieg warten. Aber das war dann gleich ein Spektakel. Mit 6:4 gewannen sie in Steinbach.

• Die Perspektive: Bereits am 8. Januar bittet Deppe seine Spieler zur ersten Einheit. „Wir machen drei Wochen lang eine Art Vor-Vorbereitung. Offiziell geht es dann am 22. Januar los.“ Die Vellmarer wollen körperlich und taktisch fit aus der Winterpause starten. Der Trainer hofft auf eine genauso starke Rückrunde wie in der vergangenen Saison: „Drei Teams sind noch in unserer Nähe, die wollen wir hinter uns lassen.“ Das könnte zum Klassenerhalt reichen.

Von Manuel Kopp

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