3. Handball-Liga: Eintracht holt nach spannender Schlussphase ein 32:32 in Coburg

Baunataler behalten die Nerven

Starke Leistung: Baunatals Felix Rehberg (links, hier gegen den Hanauer Yaron Pillmann) traf in Coburg zum 32:32-Endstand. Foto: Fischer

Coburg. Was ist das für eine verrückte Schlussphase? 30 Sekunden vor dem Ende liegt Eintracht Baunatal beim HSC Coburg II noch 30:32 hinten. Aber die Drittliga-Handballer behalten die Nerven. Erst trifft Sven Vogel mit einem Siebenmeter. Fünf Sekunden vor Schluss ist Felix Rehberg vom Kreis aus erfolgreich und sichert den VW-Städtern beim 32:32 (14:14) einen Punkt.

„Wenn man kurz vor dem Ende mit zwei Toren hinten liegt, dann ist es natürlich ein gewonnener Punkt“, sagt Eintracht-Trainer Mirko Jaissle und fügt hinzu: „Ein Lob an die Jungs, sie sind drangeblieben und haben immer daran geglaubt, zumindest noch einen Punkt zu holen.“

Die Baunataler hatten in Coburg wieder mehr personelle Alternativen, denn die Rückraumspieler Marvin Gabriel und Phil Räbiger gaben ihre Comebacks. Die Gäste begannen aber mit den zuletzt starken Florian Weiß und Frederik Drönner und wechselten wie geplant während der Partie durch.

Die VW-Städter starteten gut und führten nach sieben Minuten 5:3. „Aber wir haben in der ersten Hälfte verpasst, uns deutlicher abzusetzen“, sagt Jaissle. Die Gäste machten in der Offensive ein paar technische Fehler zu viel, die die Coburger mit ihrem starken Konterspiel bestraften. Sie drehten das Spiel und führten zwischenzeitlich 10:7 (19. Minute) und 13:10 (25.). Aber nach einem 4:0-Lauf lagen die Baunataler kurz vor der Pause wieder vorn (14:13). Eine umstrittene Situation kurz vor der Halbzeit: Coburgs Andreas Wolf traf. Die Baunataler reklamierten, dass der Treffer erst nach der Sirene fiel, die Schiedsrichter entschieden anders. 14:14.

Auch nach der Pause haderten die Baunataler mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen. „Die Partie wurde auch durch die Schiris beeinflusst“, sagt Jaissle, der besonders die Zwei-Minuten-Strafen in der zweiten Hälfte anspricht. Während die Eintracht viermal in Unterzahl spielen musste, bekam Coburg keine Strafe nach der Pause. „Immer wenn wir dran waren, warfen uns die Strafen zurück“, sagt der Eintracht-Coach.

Die Baunataler führten zwar 17:16 (34.), lagen dann aber 26:29 (55.) und zwei Minuten vor Schluss 29:32 hinten. Die Gäste stellten von einer 6:0- auf eine 4:2-Deckung um und nahmen zwei Rückraumspieler in Manndeckung. Das Risiko wurde belohnt. Coburg kam damit nicht zurecht, und vorne sicherten die Baunataler Drönner, Vogel und Rehberg mit ihren Toren das 32:32.

„Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, aber es wäre mehr möglich gewesen“, sagt Jaissle und fügt hinzu: „Ich hatte der Mannschaft während des Spiels gesagt, dass wir ein Comeback-Team sind, und das haben wir dann bewiesen.“

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