Baunataler Handballer in der Warteschleife

Baunatal – Eigentlich läuft für die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal alles bestens. Mit 10:0 Punkten führt das Team von Dennis Weinrich die Tabelle der Nord-West-Staffel an, kann aber im Moment nicht punkten, weil der Deutsche Handballbund (DHB) eine vorläufige Spielpause bis zum 15. November verfügt hat.

Nun hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in einem Schreiben an den DHB mitgeteilt, dass auch die dritten Ligen im Handball dem Profi-Sport zugeordnet werden sollen. Begründet wird die Entscheidung damit, dass in der 3. Liga teilweise Vertragsspieler zum Einsatz kommen würden, und „Vertragsspieler werden Berufsspielern gleichgesetzt“, heißt es in dem Schreiben. Um die Wettbewerbsfähigkeit aller Vereine zu gewährleisten, sei nun den betroffenen Vereinen der 3. Ligen der Zugang zu den Sportstätten zu ermöglichen. Davon erstmalig Gebrauch machen wollte gestern Baunatals Liga-Konkurrent ESG Gensungen/Felsberg. „Es liegt ein entsprechender Beschluss des Innenministeriums vor, und wir werden daher normal weitertrainieren“, sagte ESG-Trainer Arnd Kauffeld.

„Wir werden voraussichtlich auch ein Hygienekonzept einreichen“, sagte gestern Baunatals Trainer Dennis Weinrich, der aber sonst seine Mannschaft ins „handballerische Homeoffice“ geschickt hat. Man müsse sehen, wie der DHB weiter entscheide, aber es sei nicht davon auszugehen, dass man Coronatests finanziert bekomme. Weil die in der 3. Liga aber durch die Vereine kaum finanzierbar seien, rechnet Weinrich auch eher mit einer längeren Aussetzung des Spielbetriebes, eventuell bis ins nächste Jahr.  sol

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