Eintracht unterliegt 28:30

Baunataler Handballer setzen Nadelstiche gegen Meister Eisenach

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Im Anflug: Die Eisenacher Daniel Luther (links), Duje Miljak (Nr. 13) und Justin Mürköster (33) versuchen, Baunatals Sven Vogel aufzuhalten.

Baunatal – Am Ende waren sie dann doch zufrieden. Zumindest etwas. 28:30 (14:17) verloren am Sonntagabend die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal gegen den ThSV Eisenach. Wie beim Hinspiel im Oktober fehlten zwei Tore zur Überraschung und ein drittes zur Sensation. „Die Überraschung ist uns nicht gelungen, aber wir haben hier heute eine gute Leistung abgeliefert“, bilanzierte nach dem Schlusspfiff Baunatals Trainer Florian Ochmann.

Eine so gute Leistung, dass dem bereits seit einer Woche als Staffelmeister feststehenden Eisenachern in der mit 1150 Fans bestens gefüllten Rundsporthalle schnell klar wurde, dass die Nordhessen keinesfalls gewillt waren, das Opferlamm zu spielen.

Allen voran der immer mehr zu alter Form zurückfindende Phil Räbiger, der nicht nur wie bisher zusammen mit Fynn Reinhardt einen ordentlichen Mittelblock gegen Eisenachs starke Rückraumakteure Daniel Luther und Marcel Schliedermann stellte, sondern seit Langem mal wieder aufs gegnerische Tor warf. Und das mit Erfolg. Fünf Feldtore standen am Ende auf dem Konto des 28-Jährigen. „Allmählich schlägt die Physiotherapie bei meiner Schulter an, und ich fühle mich auf einem guten Weg“, sagte Räbiger nach dem Spiel.

Auf einem guten Weg waren auch die Baunataler, die gegen die (vermeintlich) überragenden Eisenacher immer wieder Nadelstiche setzten, sodass ThSV-Trainer Sead Hasanefendic nicht wie eigentlich angekündigt seinem Nachwuchs eine Chance geben konnte. Von Beginn an lieferten sich die Gastgeber in einer emotionalen Partie, bei der die rund 400 mitgereisten Eisenacher Fans für einen erhöhten Lärmpegel sorgten, ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Trainer Ochmann hatte zunächst Patrick Ziebert ins Tor beordert. Erst in der 24. Minute musste er seinen Platz für Marian Mügge räumen, der mit etlichen guten Paraden glänzte.

Im ThSV-Tor strapazierten Stanislaw Gorobtschuk und Blaz Voncina die Nerven von Felix Geßner oder Sven Vogel nicht nur mit gehaltenen Siebenmetern. Und auch der eine oder andere Tempo-Gegenstoß der Eintracht lieferte nichts Zählbares, während die Eisenacher immer wieder die richtige Antwort – wie das Tor zum 27:30 in Unterzahl – fanden.

Und dennoch: Zwar war auch mal ein Vier-Tore-Vorsprung für Eisenach drin, mehr aber dann auch nicht. Taktisch zeigte sich Trainer Ochmann bestens vorbereitet auf die hochkarätigen Gäste. 4:2- statt 6:0-Deckung oder im Falle von Schliedermann auch mal Manndeckung war angesagt.

Praktisch als Überraschungsgäste bekamen ab der 40. Minute auch noch kurz der angeschlagene Kevin Trogisch und bis Spielende Dimitri Ignatow vom Bundesligisten MT Melsungen ihre Einsätze. „Leider war das Ende etwas ärgerlich, aber wir haben gezeigt, dass wir mithalten können“, sagte nach dem Spiel Linksaußen Felix Geßner.

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