Baunataler Hürdensprinterin im Interview

Pamela Dutkiewicz-Emmerich über ihren Trainerwechsel und Olympia

Eine wichtige Saison liegt vor ihr: Die aus Baunatal stammende Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz-Emmerich am Olympia-Stützpunkt in Bochum.
+
Die aus Baunatal stammende Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz-Emmerich am Olympia-Stützpunkt in Bochum.

Die aus Baunatal stammende Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz-Emmerich hat nach über 13 Jahren die Zusammenarbeit mit ihrem Trainer Slawomir Filipowski beendet.

Künftig wird die 29-Jährige Vize-Europameisterin, die für den TV Wattenscheid startet, vom früheren Bundestrainer Rüdiger Harksen trainiert. Wir sprachen mit ihr.

Nach zahlreichen Erfolgen habe Sie sich von ihrem Trainer Slawomir Filipowski getrennt. Was war der Grund?
Ich habe von kleinauf in Wattenscheid mit ihm trainiert. Er hat mir die Grundlagen beigebracht, und wir sind zusammen gewachsen. Irgendwann war aber die Quote meiner Verletzungen so hoch, dass ich etwas ändern wollte. Schlaf, Regeneration und medizinische Betreuung stimmen – also wurde mir klar, dass ein großer Anteil am Training liegen musste. Am Schluss war es ein Gefühl. Mir wurde klar, dass ich mir keine Veränderungen wünschen kann, ohne selbst Großes zu verändern.
Rüdiger Harksen war Bundestrainer. Was erwarten Sie von ihm?
Vor allem der Austausch ist mir wichtig. Bei älteren Athleten wie mir ist die engmaschige Kommunikation besonders wichtig. Rüdiger war 30 Jahre Bundestrainer Hürdensprint – von seiner Erfahrung hoffe ich zu profitieren.
Drei internationale Medaillen bei EM und WM gibt es schon. Was wäre Ihr Ziel für Olympia?
Ich muss jetzt kleinschrittig denken, aber natürlich will ich als eine von drei Hürdensprinterinnen nach Tokio fahren. Und wenn ich da bin, möchte ich natürlich nicht nur am Vorlauf teilnehmen zumal ich bereits vor fünf Jahren im Halbfinale war.
Sonst war das vergangene Jahr sportlich eher zum Vergessen, oder?
Stimmt. 2020 war eigentlich sportlich nicht da. Das ist aber auch ein Antrieb für mich, um jetzt möglichst weit vorn zu landen.
Jetzt haben Sie die die Hallensaison abgesagt. Wann sehen Sie sich in Ihrem ersten Wettkampf?
Im Mai. Ich werde versuchen, an zwei oder drei Wettkämpfen in Deutschland teilzunehmen, wenn die zustande kommen.
Aber die DM in Braunschweig ist ein Etappenziel Richtung Tokio, oder?
Auf alle Fälle. Noch nie waren Deutsche Meisterschaften mit Anfang Juni so früh. Im Wesentlichen fällt da die Entscheidung darüber, wer nach Tokio fliegt.
Glauben Sie denn daran, dass die Spiele in Tokio stattfinden werden?
Ich verschwende an solche Gedanken keine Zeit und bereite mich einfach bestmöglich vor. Ich kann das nicht beeinflussen, aber ich gehe einfach fest davon aus, dass die Spiele stattfinden. Sonst hätte der olympische Sport ein ernstes Problem. (Martin Scholz)

Zur Person

Pamela Dutkiewicz-Emmerich (29) ist in Kassel geboren und startete bis 2007 für die LG Baunatal-Fuldabrück. Danach wechselte sie zum TV Wattenscheid. Die Studentin (Grundschullehramt) lebt mit ihrem Mann, dem Physiotherapeuten Maik Emmerich, in Bochum. Ihre Bestzeit über 100 Meter Hürden liegt bei 12,61 Sekunden. 2017 gewann sie WM-Bronze, 2018 EM-Silber. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.