Was ist denn da los?

Baunataler und Nordshäuser Radballer sorgen für Novum: Eine Halle, zwei Pokal-Viertelfinals

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Abgezogen: Nordshausens Christian Gallinger (links) im Duell mit Baunatals Alexander Lecke. Beide spielen auch am Samstag, aber nicht gegeneinander. 

Es ist ein Novum im Deutschlandpokal der Radballer. Erstmals finden in der langen Geschichte des Wettbewerbs zwei Viertelfinals in einer Halle statt – und das auch noch in Nordhessen. Der GSV Eintracht Baunatal und der SV Nordshausen sind Ausrichter jeweils eines Turniers und veranstalten diese am Samstag ab 13 Uhr zusammen in der Baunataler Langenbergsporthalle. Was ist denn da los?

Im Viertelfinale des Pokals treten 24 Mannschaften aus ganz Deutschland in vier Gruppen an. Jeder Verein hatte vor der Auslosung die Chance, sich als Ausrichter zu bewerben. „Wir hatten gar nicht damit gerechnet, den Zuschlag zu bekommen, weil wir schon die erste Runde ausgerichtet haben“, sagt Sean Brooke-Edwards, Fachwart Radball bei der Eintracht. Aber von den den 24 Teams bewarben sich überraschenderweise nur vier – so bekam jeder die Zusage. Darunter war mit den Nordshäusern auch der zweite Vertreter aus Nordhessen.

Beide Vereine tragen die Viertelfinals nun zusammen in der Langenbergsporthalle aus. „Auch der Verband findet, dass das eine tolle Idee ist“, sagt SVN-Abteilungsleiter Andreas Reichenbacher. „Der Doppelspieltag ist eine schöne Sache, so nehmen wir uns auch nicht gegenseitig die Zuschauer weg“, sagt Brooke-Edwards. Im Gegenteil, beide Vereine hoffen durch die Zusammenlegung auf eine volle Halle. Zwei Viertelfinals zur selben Zeit, am selben Ort – das gab es schließlich noch nie.

Logistisch ist es für die Eintracht kein Problem. Sie hat Erfahrung damit, Spieltage oder Turniere auf zwei Flächen auszutragen. Die Nordshäuser büßen zwar ihren Heimvorteil ein, kennen aber auch die Langenbergsporthalle sehr gut. „In unserer kleinen Halle sind wir natürlich einen Tick besser, aber viel macht das nicht aus“, sagt Reichenbacher.

Das Teilnehmerfeld in beiden Viertelfinals ist attraktiv. Dabei haben die Baunataler als Oberligist die wohl schwerere Gruppe als der Zweitligist Nordshausen erwischt. Die Großenritter Alexander Lecke und Sascha Viereck treffen auf die Bundesligisten RSG Ginsheim und den RCP Iserlohn. Beide Teams feierten schon nationale und internationale Erfolge. Da nur zwei Mannschaften ins Halbfinale einziehen, sind die Baunataler und die Zweitligisten Ginsheim II und Denkendorf sowie der Oberligist Hamburg in der Außenseiterrolle.

Auch der SVN mit Andreas Reichenbacher und Christian Gallinger hat mit dem RV Hechtsheim und dem RV Naurod zwei Erstligisten in seiner Gruppe. Hinzu kommen die Zweitligisten RSV Sangerhausen, RC Worfelden und der RVC Steinwiesen.

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