Beim KSV ist die Jugend auf dem Vormarsch

Kassel. Das jüngste Spiel des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel am vergangenen Sonntag in Freiburg bei der Reserve des SC war aus verschiedenen Gründen überaus bemerkenswert:

Der KSV schoss beim 2:2 seine ersten Pflichtspieltore im Jahr 2015, er holte nach der Winterpause seinen ersten Punkt – und: Die Löwen traten mit einer extrem jungen Mannschaft an.

Das Durchschnittsalter der Startelf lag bei exakt 24 Jahren. Beim 0:2 gegen Homburg eine Woche zuvor hatte es noch 26,4 Jahre betragen. Insofern hat Trainer Matthias Mink sein Team innerhalb kürzester Zeit verjüngt. Im morgigen Heimspiel gegen Astoria Walldorf (Anpfiff im Auestadion: 14 Uhr) ist zu erwarten, dass sich das Projekt Jugend forscht fortsetzt. Das liegt vor allem an vier Junglöwen, die 21 Jahre und jünger sind.

Nico Perrey

Nico Perrey: Ist im Februar 21 Jahre alt geworden und drauf und dran, sich einen festen Platz im Team zu erarbeiten. Er kann Innenverteidiger und Sechser – im neuen System von Trainer Mink kombiniert er als Zwischenraumspieler mitunter beides. Mink lobt Perreys hohe fußballerische Qualität. Dagegen müsse der Mann, der vor der Saison von Bayer Leverkusen kam, noch an seiner Robustheit in Zweikämpfen und seiner Stabilität abeiten. Bisher kam der lange verletzte Perrey auf neun Einsätze.

Steffen Friedrich

Steffen Friedrich: Der 20-Jährige hat sich zur festen Größe in der Innenverteidigung gemausert. Mink attestiert ihm eine überragende Vorbereitung auf die Restrückrunde, dem Trainer imponiert die Freude, die Friedrich ausstrahlt. Trotzdem: „Für ihn ist das immer noch ein Lehrjahr“, sagt Mink. Friedrich ist nicht frei von Fehlern – was quasi zur Ausbildung dazuzählt.

Marco Dawid

Marco David: Die 20 Jahre alte Offensivkraft feierte in Freiburg ihr Startelfdebüt in dieser Saison. Dawids Plus ist die enorme Schnelligkeit. Trainer Mink bezeichnet sie als Trumpf. Dawid ist der Gewinner der Vorbereitung, zuvor spielte er unter Mink in dieser Saison kaum eine Rolle.

Mike Feigenspan

Mike Feigenspan: Ist mit 19 das Küken beim KSV – und einer, der sich gut mit Marco Dawid versteht. Mink bezeichnet ihn als „kleines Juwel“. Dessen einziges Problem ist: Er ist ein Großmeister im Vergeben von Chancen: 14 Einsätze – kein Treffer. Die Kaltschnäuzigkeit fehlt ihm noch. Aber womöglich gelingt gegen Walldorf das erste Saisontor.

Gegen Walldorf ist der Einsatz des angeschlagenen Shqipon Bektasi fraglich. Ingmar Merle fällt nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt aus. Für ihn könnte Sergej Schmik in die Mannschaft rücken. Der Vorteil: Der Altersschnitt würde sich nicht ändern. Schmik und Merle sind beide 25.

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