Topspiel in der Kreisoberliga

Bergshausen auch von Wolfsanger nicht zu bremsen

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Kampf um jeden Meter: Bergshausens Justin Richter (links) stemmt sich mit ganzer Kraft gegen Wolfsangers Lukas Haack beim 3:1-Sieg der FSV im Spitzenspiel. 

Die FSV Bergshausen marschiert. Im Topspiel gegen den TSV Wolfsanger setzte sich die Mannschaft von Trainer Aydin Gür 3:1 durch.

Einfach nicht zu stoppen: Tabellenführer FSV Bergshausen hat in der Fußball-Kreisoberliga den neunten Sieg im neunten Spiel eingefahren. Im Topspiel beim TSV Wolfsanger setzte sich die Elf von Trainer Aydin Gür mit 3:1 (1:1) durch.

Dass es eine anspruchsvolle Aufgabe für die Bergshäuser werden würde, die Siegesserie bei den Wölfen fortzusetzen, zeichnete sich bereits früh ab. Wolfsangers Trainer Taylan Bilecen hatte sich auf ein extrem defensiv ausgerichtetes Spielsystem festgelegt: Fünfer-Abwehrkette mit Kristian Noja als Organisator, und davor Max Schreier und Dardan Miftari auf der Doppelsechs. Was sich nach einer 50 Zentimeter dicken Betonwand mit Stacheldraht anhört, bereitete Bergshausen besonders in der ersten Halbzeit großes Kopfzerbrechen. Nämlich in dergestalt, dass es kaum Raum und Lücken gab. Und mit schnell vorgetragenen Kontern setzten die Gastgeber zudem empfindliche Nadelstiche.

Patrick Ziegler hatte nach einem langen Pass plötzlich freie Bahn, als sich Bergshausens Abwehrrecken Jerome Rapp und Cedric Mimbala gegenseitig über den Haufen rannten. An Torwart Alexander Kelb kam Ziegler allerdings nicht vorbei – das hätte die Führung nach einer Viertelstunde sein müssen. Trotz der Defensivtaktik blieb Wolfsanger auch im Anschluss gefährlich. Und das 1:0 war gar nicht unverdient. Lukas Haack war per Foulelfmeter erfolgreich, nachdem Ziegler von Malte Bandowski im Strafraum zu Fall gebracht wurde (26.).

Bergshausens Coach Aydin Gür reagierte und nahm noch vor der Halbzeit einen Doppelwechsel vor. Fast mit dem Pausenpfiff fiel dann doch noch der Ausgleich. Tjarde Bandowski bügelte den Fehler seines Bruders aus und traf ins lange Eck – 1:1. Kurz darauf tauchte Ziegler abermals frei vor dem Tor auf, und schon wieder hielt Kelb brillant. Die mangelnde Chancenverwertung sollte den Wölfen noch zum Verhängnis werden.

Mounir Boukhoutta drehte mit einem frech verwandelten Foulelfmeter das Ergebnis (65.). In der Schlussphase und nach einem missglückten Rückpass hatte Haack die Chance auf den Ausgleich, aber Kelb reagierte abermals prächtig (82.). Boukhoutta setzte kurz darauf den Deckel mit seinem zweiten Treffer drauf. „Das ist eine sehr ärgerliche Niederlage. Heute hat das Glück ein bisschen gefehlt“, erklärte Taylan Bilecen, der mit seinem Team nach der Niederlage sogar auf Platz vier zurückfiel.

Von Raphael Wieloch

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