Nur in Bayern ist noch nicht Schluss

So ist die Situation im Amateurfußball in Hessens Nachbar-Bundesländern

Bild mit Symbolcharakter: Bald rollt der Ball wieder im Amateurfußball. Das Bild entstand in der Champions League.
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Bild mit Symbolcharakter: Bald rollt der Ball wieder im Amateurfußball.

Kassel – Im hessischen Amateurfußball soll Anfang September die neue Saison beginnen. So wie in Hessen ist die Situation aber längst nicht in allen deutschen Landesverbänden. Wir blicken auf die hessischen Nachbarn und weitere Verbände:

Thüringer Fußball-Verband (TFV): Diskussionen ohne Ende – unter Thüringens Fußball-Verantwortlichen herrschte in den vergangenen Wochen viel Unruhe. Seit Samstag ist die Saison 2019/20 offiziell beendet. Auf einem außerordentlichen Verbandstag im Erfurter Steigerwaldstadion stimmte die Mehrheit der Delegierten für den Abbruch der Spielzeit. Allerdings kurios: Es gab auch ein klares Votum für einen Abbruch. Damit gibt es weder Auf- noch Absteiger. Mit einer Ausnahme: Der FC Auf der Fahner Höhe mit Stammsitz in Gräfentonna rückt in die Oberliga auf.

Bayerische Fußball-Verband (BFV): Nachdem eine Entscheidung in Thüringen gefallen ist, ist lediglich in Bayern die Saison noch nicht für beendet erklärt worden. Dort soll ab dem 1. September der Spielbetrieb fortgesetzt werden. Vorausgesetzt, dass den Plänen keine staatlichen Vorgaben entgegenstehen. Seit dem 8. Juli dürfen die bayerischen Mannschaften wieder normal trainieren – bei den Übungseinheiten gelten auch keine Kontaktbeschränkungen mehr. Außerhalb des Trainingsgeländes müssen aber weiterhin besondere Hygieneregeln beachtet werden.

Nordrhein-Westfalen: Beim Nachbarn im Westen sind die Amateurfußballer dreigeteilt – in die Verbände Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen. Einigkeit herrschte im Umgang mit der Saison 2019/20. Auf außerordentlichen Verbandstagen im Juni wurde die Saison in allen drei Verbänden abgebrochen, die neuen Spielzeiten beginnen Anfang September. Grundsätzlich ist Sport ohne Mindestabstand im Freien und mit bis zu 30 Personen erlaubt, demzufolge sind auch Freundschaftsspiele möglich. Bis zu 300 Zuschauer dürfen die Sportanlage betreten – dass darüber Buch geführt wird, versteht sich von selbst.

Wegen der unmittelbaren Nähe zu Hessen werfen wir an dieser Stelle noch einen genaueren Blick auf Westfalen: Dort gibt’s keine Absteiger, sondern nur Aufsteiger. In der Landesliga wird es wie bislang auch vier Staffeln geben. Die Westfalenliga geht unverändert mit zwei Staffeln an den Start, die im Verband höchstklassige Oberliga Westfalen bleibt eingleisig und erhält mit Absteiger SG Wattenscheid 09 und dem TuS Haltern (zurückgezogen) zwei prominente Ergänzungen aus der Regionalliga West.

Anpfiff des Spielbetriebs bei den Männern ist am 6. September, bei den Frauen am 20. September.

Baden-Württemberg: Auch beim Nachbarn im Süden gibt es eine Dreiteilung: Baden, Württemberg und Südbaden. Dort wurde die Saison genauso wie in Hessen zum 30. Juni abgebrochen – der Abbruch wurde wie auf dem Gebiet des HFV während eines außerordentlichen Verbandstages beschlossen.

Zwar gibt es keine Absteiger, Meister und mögliche Aufsteiger wurden aber durch die Quotientenregelung ermittelt. Im August finden in Baden bereits die ersten Pokalspiele für den bfv-Rothaus-Pokal statt. Zudem werden die Halbfinals aus der vergangenen Saison nachgeholt, damit die Endspielpaarung für den Finaltag der Amateure am 22. August feststeht.

Niedersächsischer Fußball-Verband (NFV): Am 27. Juni hatte der NFV den Saisonabbruch beschlossen. Wann die neue Saison beginnt, ist noch nicht klar. Seit dem 13. Juli dürfen aber Klubs wieder Freundschaftsspiele austragen – sogar vor bis zu 500 Zuschauern, sofern für jeden Besucher ein Sitzplatz zur Verfügung steht. Ansonsten dürfen 50 Zuschauer das Geschehen live verfolgen.

Fußball-Verband Rheinland (FVR): Bereits Mitte Mai wurde die Runde im Verband Rheinland abgebrochen. Wann es wieder losgeht, soll demnächst mitgeteilt werden. Ein normaler Trainingsbetrieb ist seit dem 15. Juli möglich.

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