Der Kasseler über seine Profi-Ambitionen bei Werder Bremen

Samstagsinterview mit Niklas Schmidt: Die Bundesliga im Visier

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Anlauf genommen: Der Kasseler Niklas Schmidt hofft bei Werder Bremen auf eine Zukunft in der Bundesliga.

Kassel. Mit ihm geht es weiter aufwärts: Der gebürtige Kasseler Niklas Schmidt hat bei Werder Bremen einen Profi-Vertrag unterschrieben und läuft mit der U23-Mannschaft künftig in der 3. Liga auf. Wir sprachen mit ihm über seine Erfahrungen.

Hallo Herr Schmidt, Glückwunsch zum Profivertrag bei Werder Bremen. Was hat Claudio Pizarro bei Ihrer ersten Begegnung zu Ihnen gesagt?

Schmidt: Danke. Das erste Mal war ich zum Trainingsauftakt dabei. Claudio Pizarro und ich haben uns begrüßt, mehr war es noch nicht. Die Mannschaft hat mich klasse aufgenommen.

Wie fühlt es sich an, als 18-Jähriger in eine Mannschaft zu kommen, die gespickt ist mit international erfahrenen und bekannten Spielern wie Pizarro oder Zlatko Junuzovic?

Schmidt: Es ist schon etwas Besonderes. Einige Spieler waren bei der Europameisterschaft im Fernsehen zu sehen, jetzt sitzen sie neben mir. Ich schätze es sehr, dass ich die Chance bekommen habe, mich mit solchen Topspielern zu messen.

Auf welchen Spieler waren Sie besonders gespannt?

Schmidt: Das ist ganz klar Pizarro. Er hat schon sehr viel erreicht und ist sehr erfahren. Ich werde versuchen, mir möglichst viel von ihm abzuschauen, vielleicht sogar ein paar konkrete Tipps abzuholen.

Vor etwas mehr als einem Jahr sagten Sie in einem HNA-Interview, dass Sie auf ein Signal von Werder-Cheftrainer Viktor Skripnik hoffen. Was ist seitdem passiert?

Schmidt: Ich hatte vor ein paar Wochen ein Gespräch mit Herrn Skripnik. Wir haben unsere Vorstellungen ausgetauscht, und er hat mir gesagt, dass er mich schon länger im Blickfeld hat. Ich denke, dass ich mich im letzten Jahr besonders im spielerisch-taktischen Bereich gut entwickelt habe. Der Sprung in die U23 ist ziemlich groß. Der bisherige Weg ist sehr positiv. Ich hoffe es bleibt dabei, und es kommt keine Verletzung dazwischen.

In einem Testspiel mit dem Bundesliga-Kader haben Sie zuletzt einen Doppelpack erzielt. Wie sehen Sie Ihre Perspektiven in der kommenden Saison?

Schmidt: In Neuruppin mit auf dem Feld zu stehen war natürlich etwas ganz Besonderes für mich. Und ich wäre natürlich gerne mit dem Bundesligateam in das Trainingslager ins Zillertal gefahren. Aber zum einen ist Werder auf meiner Position stark besetzt und zum anderen beginnt die 3. Liga, sodass ich bei der U 23 bleibe. Mit guten Leistungen in der dritten Liga werde ich versuchen, mich für die Bundesliga zu empfehlen. Die Möglichkeiten bei Werder Bremen sind optimal für mich.

Sie haben eine sehr erfolgreiche Saison in der A-Junioren-Bundesliga hinter sich. Worauf wird es Ihrer Meinung nach vor allem ankommen, um sich in der dritten Liga oder sogar der Bundesliga durchzusetzen?

Schmidt: Der Sprung von der Jugend in den Profibereich ist sehr groß. Wir haben eine junge Truppe, mit der es schwer wird in der dritten Liga. Aber mein Ziel ist es, konstante Leistungen abzuliefern und mich so anzubieten. Man weiß nie was passiert, es kann ganz schnell in beide Richtungen gehen.

Sie haben 2014 eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann bei Werder Bremen begonnen. Ist das jetzt erst einmal auf Eis gelegt?

Schmidt: Ich kann beides sehr gut miteinander verbinden. Ich habe noch ein Jahr vor mir, das möchte ich auf jeden Fall durchziehen. Sicherlich wird es durch die Doppelbelastung intensiver. Wenn ich die Ausbildung in der Tasche habe, kann ich mich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren. Es war mir wichtig, einen Plan B zu haben, falls es mit dem Profifußball doch nicht klappen sollte.

Vor Bremen waren Sie in Erfurt, in Nordhessen beim OSC Vellmar und Olympia Kassel. Sind Sie auf dem Laufenden, was bei Ihren Ex-Klubs passiert?

Schmidt: Besonders meinen Heimatverein Olympia Kassel verfolge ich über meine Mutter oder das Internet. Ich habe mir im Juni auch ein Relegationsspiel gegen Ahnatal angeguckt. Da bin ich wirklich voll auf dem Laufenden. Ich finde das immer noch spannend, und es ist selbstverständlich für mich ab und zu dort vorbeizuschauen.

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