Kasseler Sportfamilie ehrt 171 Athleten und feiert anschließend

Sportgala in der Stadthalle: Bunt, kreativ und mal kopfüber

Gelenkig und grazil: Die Sportakrobatinnen der SVH Kassel formen ein menschliches Dreieck.

Wir sind nicht nur eine Kultur-, sondern auch eine Sportstadt.“ Mit diesen Worten begrüßte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle am Samstagabend die 700 Gäste in der Stadthalle.

Und die Fakten lieferte er gleich mit: 45 000 Kasseler – und somit jeder vierte Einwohner – sind Mitglieder in den 173 Sportvereinen der Stadt, darunter 13 000 Jugendliche. Das betonte auch Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Sportamtes, und somit Gastgeberin der Veranstaltung: „Sport wird in Kassel großgeschrieben. Wir laden Sie ein zu einer rauschenden Ballnacht.“

Bevor aber später am Abend die Tanzfläche freigegeben wurde, präsentierte die Kasseler Sportwelt, wie bunt, kreativ und vielfältig sie ist (siehe unsere Bildergalerie zur Sportgala).

Gern stehen Sportler mal kopf – und fahren dabei nebenbei auch noch Rad. Wie beeindruckend das sein kann, bewiesen beispielsweise die Geschwister Hannah und Paul Auth vom RSV Weiterode. Die 23-Jährige, die an der Universität Kassel Biologie und Sport auf Lehramt studiert, hat die Kür nicht nur entworfen, sondern für den Auftritt kurzzeitig ihren Rücktritt vom Rücktritt erklärt. „Solch ein Auftritt ist ein Highlight und eine tolle Abwechslung, wenn du sonst nur auf Wettkämpfen unterwegs bist.“ Immer wieder sorgte Moderator Andreas Käckell für Lacher im Publikum, etwa, als er die Turnerinnen der SVH Kassel interviewte und die Jüngste mit ihren gerade einmal sechs Jahren mit einem empörten „Nein“ seine Frage beantwortete, ob sie denn schon im Windelalter mit der Sportakrobatik angefangen habe. Umso beachtlicher, was sie nach nur einem Jahr Training schon alles kann.

Kurzweilige Moderation: Andreas Käckell (links) im Gespräch mit Kassels Sprintstar Steven Müller.

Insgesamt 171 Athleten wurden für ihre Erfolge ausgezeichnet. Bei der Ehrung in der Kategorie Gold zeigte sich, in welchen Disziplinen Deutschlands Beste aus Kassel kommen – und zwar von Karate, über Kegeln bis hin zur Leichtathletik. Geselle würdigte sie als „Vorbilder und gute Botschafter für Kassel“. Zugleich betonte er, dass in Kassel die Nutzung der Sportstätten weiterhin nichts kosten und die Stadt den Sport mit 560 000 Euro fördern wird. Und dann durfte auch getanzt werden.

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