Verbandsligist ist noch ungeschlagen

Vellmarer C-Jugendfußballer wollen das Märchen weiterschreiben

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Ungeschlagen auf Aufstiegskurs: Die C-Junioren des OSC Vellmar mit (vorne von links) Leon Aliu, Hossein Haydari, Max Lange, Niklas Linge, Samuel Dafla, Trainer Marvin Lux und (Mitte von links) Elias da Silva, Sami Reimsche, Lutz Schäfer, Dennis Koch, Alan Kaiyal, Furkan Erdogan, Lukas Baumgart, Ufuk Aydin sowie (hinten von links) Marco Rietze (Co-Trainer), Muhammed Bejdic, Erdem Kara, Maurice Brück und Marco Heinemann (Co-Trainer). 

Etwas mehr als eine Halbserie liegt hinter den Jugend-Fußballern des OSC Vellmar. Und die bisherige Bilanz liest sich wie ein Märchen: Mit zwölf Siegen aus 13 Spielen haben es sich die C-Junioren längst gemütlich gemacht an der Tabellenspitze der Verbandsliga. Grund genug, dem Nachwuchs einen Trainingsbesuch abzustatten.

Weihnachtszeit ist auch Märchenzeit. Dass der OSC fleißig an seiner eigenen kleinen Fabel bastelt, passt da nur allzu gut ins Bild. Und bei einem Acht-Punkte-Polster auf Verfolger VfB Marburg scheint die märchenhafte Erfolgsgeschichte bereits zur Saisonhalbzeit so gut wie geschrieben. 61 Tore schoss der OSC bisher – Ligaspitzenwert. Mit nur 13 Gegentreffern stellt er zudem die zweitstärkste Defensive. Nur logisch, dass das Team um Trainer Marvin Lux bei derartigen Zahlen immer noch ungeschlagen ist. Das einzige Unentschieden in Bad Soden wirkt fast schon wie ein kleiner, bedeutungsloser Schönheitsfehler. Kurzum: Es läuft.

Dabei wurden die Erwartungen längst überschritten. „Wir wollten schon oben mitspielen. Aber dass wir jetzt so einen großen Vorsprung haben, hätte ich nicht unbedingt gedacht“, verrät Lux, der – um in der Märchenwelt zu bleiben – auch ein richtiger Fuchs ist. Oder vielmehr ein Trainerfuchs. Denn taktische Kniffe sind das eine. Sie verständlich an eine Horde heranwachsender 14- und 15-Jähriger zu vermitteln, das andere. Gemeinsam mit seinen Co-Trainern Marco Heinemann und Marco Rietze plane er die Trainingseinheiten akribisch. „Ich denke den Großteil der Woche nur über Fußball nach“, erklärt Lux, der seinem Team eine ausgeprägte Lernbereitschaft attestiert. Bestes Beispiel dafür: Sami Reimsche. In der Vergangenheit häufig auf der Bank, hat er sich binnen kürzester Zeit zu einer festen Größe im zentralen Mittelfeld gemausert. „Mich hat das einfach noch mehr angespornt. Ich wollte unbedingt spielen“, sagt Sami, der seither kaum ein Training verpasst hat.

Ebenfalls ein Dauerbrenner bei den Übungseinheiten: Muhammed Bejdic. Der Flügelflitzer hat bereits bei Hannover 96 gespielt und beim VfL Wolfsburg mittrainiert. Also einer, der weiß, wie man mit dem Ball umgeht. Und natürlich profitiert die ganze Mannschaft von seinem Können. „Der Teamspirit stimmt, wir machen privat auch viel zusammen“, nennt Muhammed nur einen Grund für die Vellmarer Erfolgsgeschichte.

Dass diese noch ein wenig anhält, wünscht sich beim OSC freilich jeder. Und auch das Selbstvertrauen ist inzwischen so groß, dass die Zielsetzung nun eine andere als noch vor der Saison ist. Es soll in die Hessenliga gehen.

Aber erst einmal ist Weihnachten – und mit der inoffiziellen Herbstmeisterschaft liegt ja bereits das erste Geschenk unterm Tannenbaum. Ab März, wenn die Restsaison startet, kann das Märchen dann seinen Feinschliff bekommen.

Von Raphael Wieloch

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