14 Tore

Was war denn da los? Caldener Stürmerin beim 25:0-Sieg in Torlaune

Auf dem Foto ist eine Fußballerin zu sehen.
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Erzielte 14 Tore im Pokalspiel gegen FC Weimar Lahn: Caldens Stürmerin Johanna Hildebrandt.

Der TSV Jahn Calden feiert zum Abschluss der Hinrunde einen 25:0-Kantersieg im Hessenpokal. Johanna Hildebrandt traf dabei 14 Mal.

Calden – Wie heißt es so schön? Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Doch an diesem Tag sorgte nicht etwa der Kleine gegen den Großen für eine Überraschung. Vielmehr war der Große mal so richtig in Torlaune: Der Regionalligist TSV Jahn Calden schlug den gastgebenden Gruppenligisten FC Weimar Lahn in der zweiten Runde des Hessenpokals mit 25:0 (11:0).

Ja, Sie haben richtig gelesen. Spielerin des Tages war die Caldenerin Johanna Hildebrandt, die allein 14 von den 25 Treffern erzielte. Wir fragen nach, was denn da los war.

Die Treffsichere: „Also 14 Mal getroffen habe ich noch nie“, sagt Jahn-Trainer Robert Franke und lacht. Doch seiner Spielerin Johanna Hildebrandt ist das nun gelungen. Die Stürmerin erzielte ihr erstes Tor bereits in der 12. Minute: „Meine Mitspielerinnen haben mir den Ball immer so gut aufgelegt. Da musste ich sie ja auch reinmachen“, sagt Hildebrandt. Die Offensivspielerin bekommt seit dem Pokalspiel viele Nachrichten. „Jeder will wissen, was da los war und mir gratulieren“, sagt die 25-Jährige. Doch sie selbst will das alles nicht so hochhängen. „Mir ist es eher wichtiger, in der Saison ein entscheidendes Tor zu erzielen.“

Die Untröstliche: Nach dem Abpfiff liefen die Caldener Spielerinnen zur Torhüterin des FC, die 25 Mal hinter sich greifen musste. Alina Dick war untröstlich. „Wir hatten alle Hochachtung vor dem Gegner. Sie haben trotz unserer vielen Treffer alles versucht“, sagt Hildebrandt. Ihr Trainer stimmt zu: „Sie haben sich trotzdem nicht hinten reingestellt. Zwei Mal wurde es für uns sogar brenzlig“, sagt Franke.

Die Wetterverhältnisse: Stellen Sie sich das mal vor: Da führt der TSV zur Halbzeit 11:0 – und das Spiel steht danach auf der Kippe. Grund dafür: die Wetterverhältnisse. „Es war so neblig. Die Schiedsrichterin sagte, eine Viertelstunde länger, und sie hätte nichts mehr gesehen“, sagt Franke. Doch die Partie wäre am Ende ohnehin zugunsten des Regionalligisten gewertet worden.

Die Erinnerung: „Nach der Partie musste ich kurz überlegen, ob ich schon mal einen solch hohen Sieg miterlebt habe“, sagt Franke. Da erinnerte er sich an ein Spiel der F-Jugend von Hümme. Das war zwar kein hoher Sieg, dafür aber eine deutliche Niederlage: „Als ich dort noch Trainer war, haben wir mal mit über 20 Toren gegen Deisel verloren.“

Die Winterpause: Der 25:0-Kantersieg der Caldener Fußballerinnen war die letzte Partie vor der Winterpause. „Dieses gute Gefühl nehmen wir mit in die Rückrunde“, sagt Hildebrandt. (Cora Zinn)

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