Was war denn da los?

SG Chantal? Welcher Fußball-Kreisoberligist ist denn das?

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Kassel. SG Chantal gegen SV Türkgücü? SG Chantal? Seltsamer Name für einen Fußballverein. Oder was war da passiert?

Es war, davon ist auszugehen, kein leichtes Wochenende für Chantal. Trägerinnen dieses Namens haben es ja spätestens seit dem Kinofilm „Fack ju Göhte“ nicht leicht. Chantal steht als Synonym für, sagen wir mal, leicht mangelnde Bildung. Was natürlich höchst unfaires Schwarz-Weiß-Denken ist. Manche Chantal-Zitate sind mittlerweile fester Sprachgebrauch. „Chantal, heul leise.“

Gut möglich, dass am Sonntag bei Chantal mal Tränen flossen. Schließlich musste sie ganz allein gegen Türkgücü antreten. So zumindest stand es in der Samstagsausgabe der HNA in der Vorschau zur Fußball-Kreisoberliga: SV Türkgücü - SG Chantal.

Wahnsinn. Und dazu der Satz: Eigentlich ist Chantal beim Meister chancenlos.

Ja das ist doch wohl klar. Was soll denn eine Chantal ganz allein da ausrichten? Gegen elf sportliche Fußballer? Gegen den Meister? Den Aufsteiger? Aber halt!

An dieser Stelle unterbrechen wir diese Kolumne für eine Richtigstellung. Eigentlich spielte die SG Ahnatal bei Türkgücü. Die Rechtschreibprüfung hielt für Ahnatal nur einen Änderungsvorschlag parat: Chantal. Und so ist es passiert. Ein Kollege träumte. Vielleicht von Chantal. Und aus einem Klub wurde eine Ein-Frau-Show.

Chantal hat übrigens 4:3 gewonnen. Es ist für sie also doch ein gutes Wochenende geworden. Und irgendwie auch für die SG Ahnatal.

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