Freizeitsport in Stadt und Kreis Kassel in Hallen ab Samstag möglich

Sporthalle (Symbolbild)
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Ab Samstag gelten Lockerungen der Corona-Regeln auch für den Freizeitsport: So ist unter Einhaltung der Hygieneregeln sogar Sport in Hallen wieder möglich.

Hessen lockert weitere Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie:  Freizeitsport wird in eingeschränkter Form wieder möglich.

Kassel - Zunächst war nur die Rede von Sport unter freiem Himmel, aber die Landesregierung ging in ihrem Beschluss noch einen Schritt weiter: Ab Samstag darf wieder Freizeitsport gemacht werden, drinnen und draußen. Er muss kontaktlos stattfinden und mindestens ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Allerdings legen die Kommunen fest, wann genau sie ihre Sportstätten wieder öffnen. Ein Wettkampfbetrieb werde noch nicht möglich sein. Verbände und Vereine haben sich vorbereitet.

Corona in Kassel: Freizeitsport wieder möglich - Das sagt die Politik: 

Für alle Sportarten gilt, dass sie unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder erlaubt sind. Auch Turnhallen, Kegelbahnen und andere Indoor-Anlagen dürfen am Samstag wieder aufmachen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Fitnessstudios aber erst am 15. Mai. Waschräume und Umkleiden bleiben geschlossen – ebenso wie vorerst die Schwimmbäder.

Corona in Kassel: Freizeitsport wieder möglich - Ein Blick in die Sportarten

Konzepte zur Wiederaufnahme liegen in den Schubladen, die nun noch mit den Vorgaben des gestrigen Tages in Einklang gebracht werden müssen. Drei Beispiele.

  • Tennis: „Wir sind bereit“, hat der Hessische Tennis-Verband am 4. Mai auf seiner Homepage geschrieben. Eine Grafik führt noch einmal vor Augen, dass es bei Tennis keine Probleme gibt, Abstand zu wahren: 25 Meter liegen zwischen den beiden Grundlinien, 14 Meter zwischen Grundlinie und dem gegnerischen Aufschlagfeld, 15 Meter zwischen beiden Spielerbänken. Für die Vereine dürften die Vorgaben wie diese gelten: die Benennung eines Corona-Beauftragten im Verein, geschlossene sanitäre Einrichtungen, womöglich müssen mit zwei Arten Bällen gespielt werden – jeder Spieler darf nur seinen eigenen Ball in die Hand nehmen.
  • Leichtathletik: Wie es für die große Mehrheit der Sportler weitergeht, muss im Detail abgestimmt werden. Einen teilweisen Vorgeschmack könnte dabei das Training von Sprinter Steven Müller, Hochspringerin Maike Schuster und Hammerwerfer Lasse Gundlach geben. Als Bundeskaderathleten dürfen sie seit Kurzem wieder trainieren. „Allein mit ihrem Trainer und mit dem nötigen Abstand“, erklärt Hannelore Herrmann, die stellvertretende Vorsitzende des Leichtathletik-Kreises Kassel. „Die Einheiten liegen dabei zeitlich so weit auseinander, dass sie sich nicht treffen können.“ Die Athleten haben dabei eine Verpflichtungserklärung mit Vorgaben des Hessischen und Deutschen Leichtathletik-Verbandes unterschrieben. Dazu zählen u.a. bereits in Trainingskleidung erscheinen, nicht vor Ort duschen, Trainingszeiten angeben.
  • Rudern: Das Schreiben an die Vereinsmitglieder mit den künftigen Regeln hat Jens Gerlach, Vorsitzender des Rudervereins Cassel 2010, schon fast fertig. Er sagt: „Wir haben die Regeln des Deutschen Ruderverbandes umgesetzt und können starten, sobald das Okay der Stadt kommt.“ Künftig könnte der Rudersport u.a. so aussehen: Gerudert werden dürfte im Einer oder im Zweier von zwei in einem Haushalt lebenden Personen. Umkleiden und Toiletten bleiben geschlossen, am Bootshaus dürften sich maximal fünf Personen aufhalten, maximal zwei auf dem Steg.   

dpa/mis

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