Dennis Schanze vergleicht die Spitzenteams

CSC 03 Kassel empfängt OSC Vellmar zum Verbandsliga-Topspiel: Viel Erfahrung gegen starken Angriff

Motiviert: Egli Milloshaj ist mit dem OSC Vellmar zu Gast beim CSC.
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Motiviert: Egli Milloshaj ist mit dem OSC Vellmar zu Gast beim CSC.

Es ist das mit Spannung erwartete Duell der Fußball-Verbandsliga. Das Derby, das Topspiel – beides in einem. Schließlich empfängt heute (16 Uhr, Jahnstraße) der Tabellenzweite CSC 03 Kassel den Spitzenreiter OSC Vellmar.

Aber wie sind die beiden Spitzenteams einzuschätzen? Um diese Frage zu beantworten, vergleicht unser Experte Dennis Schanze die beiden Mannschaften miteinander. Mit seiner TSG Sandershausen hat der Trainer in dieser Saison schon gegen beide Vereine in der Verbandsliga gespielt.

Unser Experte: Sandershausens Trainer Dennis Schanze.

Die Torhüter

Das ist schwierig einzuschätzen. Wenn Tobias Orth spielen würde, hätte ich auf dieser Position Vellmar vorn gesehen. Da er aber wohl verletzt fehlt, hat hier der CSC einen kleinen Vorteil. Lukas Rudolph hat einfach mehr Erfahrung als Vellmars Timon Dietrich. Zwar hat Dietrich seine Aufgabe bisher ordentlich erledigt, aber er hat erst ein paar Verbandsliga-Spiele absolviert, während Rudolph schon seit mehreren Jahren beim CSC in der Verbandsliga im Tor steht. Vorteil CSC 03

Die Abwehr

Den Vellmarern ist mit Tim Welker der Königstransfer gelungen. Er hat seine Stärken sowohl im Verteidigen als auch in der Spieleröffnung. Er ist für mich der beste Abwehrspieler der Liga. Der OSC spielt mit einer Dreierkette. Auch seine Nebenleute Maik Siebert und Janik Ziegler sind gut, aber Welker sticht heraus. Der CSC spielt dagegen mit einer Viererkette. Sie haben mit Mario Wolf, Jan Iksal und Roy Keßebohm auf dieser Position Spieler mit extrem viel Erfahrung. Ein Blick auf die Gegentore beweist die Stärke beider Teams in der Abwehr: Vellmar hat in zwölf Spielen erst acht Tore kassiert, der CSC in elf Partien nur zehn Treffer – das sind sehr gute Werte in der Verbandsliga. Ich sehe in diesem Bereich beide Teams gleichauf. Unentschieden

Das Mittelfeld

Auch im Mittelfeld ist es zwischen beiden Mannschaften sehr ausgeglichen. Die Rothosen haben einige Spieler, die über viel Hessen- und Verbandsliga-Erfahrung verfügen. Mit Pavo Susilovic und Christoph Reuter haben sie zwei Sechser, die ihre Position halten, dadurch stabilisieren sie noch mehr die Abwehr. Natürlich hat auch der OSC mit Enes Glogic, Jannik Weingarten und Egli Milloshaj gute Leute. Milloshaj ist in dieser Saison sehr torgefährlich und muss fast schon im Angriff eingeordnet werden. Einen großen Verdienst daran hat aber auch Weingarten, der den perfekten Gegenpart bildet. Er hält als defensiver Sechser seinen Mitspielern den Rücken frei. So haben beispielsweise Glogic und Milloshaj viel mehr Spielraum in der Offensive. Unentschieden

Der Angriff

Im Angriff ist für mich der OSC klar vorn. Die Vellmarer sind mit Serkan Aytemür und Milloshaj stark besetzt. Auch Marko Utsch darf man nicht vergessen, der mit seinem Tempo für Gefahr sorgen kann. Zudem haben sie mit Maximilian Werner und Eyüp-Emre Akman noch extrem viel Potenzial. Natürlich ist auch der CSC mit Spielern wie David Simoneit und Nico Schrader richtig gut besetzt. Enis Salkovic ist zwar nicht mehr so schnell wie früher, aber er ist immer noch sehr ballsicher und kaltschnäuzig vor dem Tor. Auch Daniel Beyer kann über die Außenbahn immer für Gefahr sorgen. Dennoch sind für mich die Vellmarer in den Punkten Schnelligkeit und Torgefahr überlegen. Vorteil Vellmar

Ballsicher und kaltschnäuzig: CSC-Angreifer Enis Salkovic.

Der Tipp

Bei dem Spiel wird auch der Platz ein Faktor sein. Er ist eng und nicht im besten Zustand. Der OSC hat sich in den vergangenen Jahren darauf immer schwergetan, der CSC ist daran gewöhnt, spielt auf dem schlechten Platz ja alle zwei Wochen. Mein Tipp lautet: Das Spiel endet 1:1. (Von Manuel Kopp)

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