Marathon-Pressechef Michael Küppers verlässt die Veranstaltung

Den Marathon mit Begeisterung begleitet

Prägender Moment: Michael Küppers (im roten T-Shirt) im November 2012 in Kenia während eines Besuches im Mathare Valley Slum in Nairobi. Die Marathon-Veranstalter unterstützten dort ein Projekt der German Doctors.
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Michael Küppers (im roten T-Shirt) im November 2012 in Kenia während eines Besuches im Mathare Valley Slum in Nairobi.

Der Kasseler Marathon hat zwar mit Winfried Aufenanger einen Erfinder und Regisseur, aber die Veranstaltung hatte auch seit 2007 einen wichtigen Begleiter im Hintergrund: Michael Küppers. Der 62-jährige Pressechef hat seine Arbeit für die bedeutendste nordhessische Laufveranstaltung beendet.

Privat wird er sich auch künftig viel in Bremen aufhalten. Zusammen mit Küppers blicken wir zurück auf eine Veranstaltung, die sich immer wieder gewandelt hat und die in diesen Jahr vom 17. bis 19. September stattfinden wird.

Die Anfänge

„Gleich nach dem ersten Marathon vor 14 Jahren hatte ich dieses Gefühl, dass alles richtig ist. Die Idee wurde angenommen, und trotz der Aufregung am Veranstaltungswochenende war da die Gewissheit, dass es richtig war, ein solches Großereignis in Kassel zu etablieren“, sagt Küppers im Rückblick.

Bereits 1987 habe er Winfried Aufenanger kennengelernt. Das Marathon-Projekt habe dann einen solchen Reiz auf den gelernten Journalisten ausgeübt, dass er nach der Anfangsphase 2009 aus Düsseldorf-Meerbusch komplett ins Marathonbüro nach Kassel gewechselt sei. Newsletter und Ergebnisse und die Zusammenarbeit mit Sponsoren sowie den Marathon-Stützpunkten und Helfern waren seine Aufgabe.

Die Höhepunkte

2012 war ein besonderes Jahr für Küppers: „Zum ersten Mal liefen um die 10 000 Menschen ins Kasseler Auestadion ein“, erinnert sich der Macher hinter den Kulissen. Während zuvor das Ziel vor und 2008 sogar einmal in den Messehallen war, entstand nun eine völlig neue Atmosphäre. „Das war schon eine Steigerung. Der Zieleinlauf ist viel intensiver spürbar für die Läufer. Man fühlt sich mehr wie ein Athlet.“ 

Weil Küppers diese Atmospäre anlässlich des zehnten Marathon-Jubiläums auch selbst einmal spüren wollte, startete der heutige Nordic-Walking-Fan 2016 selbst auf der Halbmarathonstrecke und kam nach 1:42 Stunden ins Ziel, um dort nach einer kurzen Dusche weiterzuarbeiten.

2012 bleibt aber dennoch in ganz besonderer Erinnerung des gebürtigen Rheinländers: „Im November besuchten wir im Rahmen unseres Marathon-Charity-Projektes mit den German Doctors eine Woche lang den Mathare Valley Slum in Nairobi. Die Menschen dort werde ich nie vergessen“, blickt Küppers zurück, der selbst als Spendenläufer 6500 Euro erlaufen hat.

Besondere Orte

Neben dem Auestadion und der Messe bleibt da besonders eine kleine Kasseler Straße in Erinnerung: die Josephstraße. Dort bog das Führungsfahrzeug 2017 einfach nicht ab, sodass die führenden Afrikaner später aus dem Rennen genommen werden mussten. „Fehler können passieren, und der Veranstaltung hat es zum Glück nicht geschadet“, erinnert sich Küppers.

Der Ausblick

„Ich glaube an den Marathon. Das Kribbeln ist nie verschwunden, wenn die Startschüsse fallen. Genauso wie die Erinnerung an die Gesichter von 5000 Kindern beim Mini-Marathon“, steht für Michael Küppers fest. Nach seinem Wunsch soll es weitergehen: „Am besten mit einem neuen Titelsponsor. Die Veranstaltung wird sich weiterentwickeln. Sie bewegt die Region und hat viele Menschen zum Laufen gebracht.“ (Martin Scholz)

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