Saisonstart in Mannheim

Turnen: TG Kassel gibt nach langer Wartezeit Debüt in der 3. Bundesliga

Sie freuen sich auf die Premiere in der 3. Bundesliga: die TG Kassel mit (von links) Tabea Preuß, Mimi Eiser, Laura Köhler, Laurana Schachtschneider, Rica Leinwather, Juliane Günther, Maya Börner.
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Sie freuen sich auf die Premiere in der 3. Bundesliga: die TG Kassel mit (von links) Tabea Preuß, Mimi Eiser, Laura Köhler, Laurana Schachtschneider, Rica Leinwather, Juliane Günther, Maya Börner.

Vor zwei Jahren stieg die TG Kassel in die 3. Bundesliga auf – am Sonntag (9.30 Uhr) steht endlich das Debüt an. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Saison 2020 abgesagt.

Mit dem Start in die dritthöchste Liga am Sonntag in Mannheim hat das Warten für die Turnerinnen des heimischen Leistungszentrums ein Ende.

Die Situation

„Wir alle fiebern auf den Start hin. Endlich dürfen wir wieder als Team auftreten“, sagt Michaela Mendra, die zusammen mit Nicole Preuß das Team trainiert. Für die nordhessischen Turnerinnen geht eine lange Wartezeit zu Ende. Von den sechs Sportlerinnen, die am Sonntag im Einsatz sind, haben vier seit eineinhalb Jahren keinen Wettkampf bestritten. Immerhin startete Laurana Schachtschneider im Sommer bei der Deutschen Meisterschaft und Rica Leinwather in der DM-Qualifikation. Sie verpasste eine Teilnahme nur knapp. Zum Vergleich: Gewöhnlich absolvieren die Turnerinnen acht bis zwölf Wettkämpfe im Jahr. Aufgrund der langen Pause sei die Nervosität bei den Kasselerinnen etwas höher als sonst, sagt Trainerin Mendra.

Drei Wettkampftage gibt es in dieser Saison – in Vor-Corona-Zeiten waren es vier. Bei jedem Wettbewerb treten die acht Drittliga-Teams in den vier Disziplinen Sprung, Balken, Barren und Boden an. Bis zu 15 Sportlerinnen darf jeder Verein für die Saison melden, am Wettkampftag dürfen höchstens zehn im Kader stehen. In jeder Disziplin treten pro Team fünf Turnerinnen an. Bei jedem Gerät gibt es ein Streichergebnis, je vier Einzel-Resultate werden addiert. Am Ende des Wettkampftages werden die Summen aus allen Übungen miteinander verglichen, und daraus die Tabelle ermittelt.

Das Team

Für die Saison hatte die TG schon im Frühjahr acht Sportlerinnen gemeldet, sechs stehen in Mannheim im Kader. Neben Schachtschneider und Leinwather sind dies Laura Köhler, Juliane Günther, Mimi Eiser und Maya Börner. Tabea Preuß fällt wegen einer Knieverletzung die komplette Saison aus, unterstützt das Team aber in Mannheim. Julia Kremer hat jetzt mit einem Studium in Marburg begonnen und konnte zuletzt nicht in dem Umfang wie ihre Teamkolleginnen trainieren. Es sei aber geplant, dass sie bei den Wettkämpfen in Heidelberg (7. November) und in Wüllen (20. November) eingesetzt wird. „In Mannheim werden uns mit Tabea und Julia aber zwei starke Turnerinnen fehlen“, sagt Mendra.

Das Saisonziel

Aufgrund der langen Pause, die alle Vereine einlegen mussten, sei das Ziel in dieser Saison schwer zu formulieren. Voraussichtlich gibt es bei acht Teams einen Auf- und zwei Absteiger. „Ich glaube nicht, dass wir etwas mit dem Aufstieg zu tun haben werden“, sagt Mendra. Denn die Topvereine der Liga verstärken sich auch mit Turnerinnen aus dem Ausland. Die TG setzt dagegen auf ihre eigenen Sportlerinnen. Zum einen ist das so gewollt. „Wir haben einen starken Nachwuchs und wollen ihm die Perspektive geben, in den nächsten Jahren bei uns in der Bundesliga zu turnen“, sagt Mendra. Zum anderen sei dies gerade in Corona-Zeiten für die TG nicht zu finanzieren. Und das Ziel? „Ich hoffe, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagt Mendra. (Manuel Kopp)

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