Eschenstruth schickt Zuschauer durch Wechselbad der Gefühle

Was war denn da los? In 13 Minuten von 1:3 auf 5:3

Zweifacher Torschütze für Eschenstruth: Arnold Breidt (rechts, hier in einem Spiel gegen Marius Hennemuth von der SG Germerode/Frankershausen). Archivfoto: Hüter

Eschenstruth. Die Fußballer der TSG Eschenstruth hatten sich für das Auswärtsspiel in der Kreisliga A Werra-Meißner gegen die Reserve des SV Reichensachsen einiges ausgerechnet – und nahmen letztlich auch die drei Punkte mit. Doch bis es so weit war, schickten sie den eigenen Anhang durch ein Wechselbad der Gefühle. Die Begegnung endete nach denkwürdigem Verlauf 5:4 für die TSG.

Wegen der ergiebigen Regenfälle fand die Partie nicht auf einem Natur-, sondern auf einem Kunstrasenplatz statt. „Das war schon ungewohnt für uns“, erklärte Eschenstruths Trainer Bernd Diederich, „dennoch dachte ich, dass wir unsere technischen Fähigkeiten zur Geltung bringen könnten.“ Das 1:0 durch seinen Mittelfeldakteur Arnold Breidt in der 27. Minute bestärkte ihn in dem Glauben. Aber dann glichen die Kicker aus dem Wehretaler Ortsteil Reichensachsen nicht nur aus, sondern bestraften die Konzentrationsschwächen der jungen TSG-Elf – Altersdurchschnitt liegt bei 20 Jahren – und gingen bis zur 67. Minute mit 3:1 in Führung. Eine Hypothek, mit der die Gäste fertig werden mussten.

„Aber meine Jungs haben die richtige Einstellung gezeigt“, lobte der 57 Jahre alte Diederich. Zudem stellte der Coach um und wechselte zwei Defensivkräfte aus. Das Team legte in der Offensive kräftig zu. „Wir hatten das Glück, was uns vorher gefehlt hatte“, freute sich der Trainer, der den Aufsteiger aus der Kreisliga B erst im Sommer übernommen hatte. Innerhalb von nur 13 Minuten führten Breidt (71.), Tobias Schäfer (73.) und Marcel Umbach (77., 84.) mit ihren Treffern die Wende herbei. Die Platzherren konnten unmittelbar vor Ende nur noch zum 4:5 verkürzen.

Durch diesen Erfolg haben die Eschenstruther nach wie vor alle Möglichkeiten, den angestrebten einstelligen Platz zu erreichen. Aktuell sind sie Zehnter.

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