Fußball-Kreisoberliga

Was ist denn da los? Nordshausens Martin Rischkowski wird vom Maurer zum Knipser

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Kein Hindernis: Martin Rischkowski (Nordshausen, links), setzt sich im Tempodribbling gegen Wilhelmshöhes Andre Grivet Talocia durch.

Kassel. Nach der Hinrunde der Fußball-Kreisoberliga wählten die Trainer Martin Rischkowski von SV Nordshausen in die Elf der Vorrunde, allerdings als Innenverteidiger.

Jetzt schießt der 22-jährige Auszubildende zur Steuerfachkraft Tore wie am Fließband. Wir fragten nach: Was ist da denn los?

Die Vergangenheit 

Nach Ende des Liga-Spielbetriebs Ende 2016 schien Rischkowski ein wenig die Lust am Fußball verloren zu haben. Obwohl der damalige Abwehrspieler von den Trainer so wertgeschätzt wurde, machte er sich Gedanken über seine sportliche Zukunft.

Auch weckte die Nominierung der Trainer bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten, so gab es dann auch Anfragen einen Vereinswechsel betreffend, die er aber ablehnte.

Die Gegenwart 

Nachdem es in Nordshausen im neuen Jahr mit dem Trainingsbetrieb weiterging, stellte Trainer Dirk Peter seinen bisherigen Abwehrrecken ins offensive Mittelfeld, denn im Abwehrbereich standen ihm jetzt Alternativen zur Verfügung. Und siehe da, schnell kam der Spieler auf seiner Lieblingsposition im rechten offensiven Mittelfeld immer besser zurecht. Zum Spielverständnis mit den Mitspielern gesellte sich schnell der Erfolg. So erzielte Rischkowski mittlerweile bereits 13 Pflichtspieltore, nie weniger als zwei in einem Spiel.

Alles begann mit seinen beiden Toren zum 2:1-Sieg gegen den VfL Kassel Anfang April. Es folgten zwei Tore beim 7:1-Sieg gegen Ahnatal, zwei Treffer beim 6:0-Erfolg gegen VfB Viktoria. Drei Tore gesellten beim 8:1 gegen Lohfelden II hinzu und am Sonntag beim 13:0-Kantersieg gegen VfB Viktoria wurden es sogar vier. Damit erhöhte sich sein Trefferkonto in den fünf Spielen, in denen er traf, auf 13. Sein Trainer schwärmt in den höchsten Tönen von ihm: „Martin spielt auf seiner neuen Position seine Stärken, wie seine Schnelligkeit und das Tempodribbling, sehr gut aus und ist für das Team unverzichtbar.“

Die Zukunft 

Kaum macht Rischkowski auch als Stürmer von sich reden, kommen schon wieder Anfragen von anderen Vereinen. „Ich werde auch in der kommenden Saison für den SV Nordshausen Fußball spielen, hier habe ich meine Freunde und hier macht mir das Fußballspielen wieder richtig Spaß“, gibt er den Interessenten eine klare Absage.

Von Horst Schmidt

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