Günter Nedwig ist beim TSV Rothwesten unverzichtbar

Nedwig ist der Mann für die besonderen Fälle

Günter Nedwig im Bergstadion des TSV Rothwesten.
+
Günter Nedwig im Bergstadion des TSV Rothwesten.

„Günter kannste mal, Günter machste mal“, so klingt es beim Fußball-Gruppenligisten TSV Rothwesten, wenn wieder Not am Mann ist und eine Person benötigt wird, die für den besonderen Fall zur Verfügung steht. Die Rede ist von Günter Nedwig, der bei den Fuldatalern Kassenwart und Jugendleiter ist.

Nedwig wechselte 1982 wegen seiner späteren Frau als Spieler zum TSV Rothwesten – zuvor spielte er beim ESV Jahn Kassel und beim VfL Kassel. Nach seiner aktiven Zeit bei den Rothwestener Senioren und einer längeren Pause begann er wieder als Spieler bei den Alten Herren, wo er 1993 die Leitung übernahm. So begann seine Karriere als Ehrenamtler. Von 1994 bis 2014 fungierte der heute 60-Jährige zudem als Jugendtrainer.

In dieser Zeit führte er auch seine beiden Söhne an den Fußball heran. Sein älterer Sohn Lars gehörte dann zum festen Stamm der Fuldataler und zu der Mannschaft, die 2013 den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte. Bernd spielte überwiegend für die Zweite Mannschaft, der 2011 der Aufstieg in die Kreisoberliga gelang.

Nebenher fungierte der Industriefachwirt, der seit 44 Jahren bei den Städtischen Werken im Finanz- und Rechnungswesen tätig ist, seit 1999 auch noch als stellvertretender Jugendleiter. Obwohl ihm ja wegen seiner vielen Tätigkeiten im Verein kaum Zeit bleibt, frönt der zweifache Großvaterauch noch einigen Hobbys. So liebt Nedwig Kartenspiele und seine Modelleisenbahn.

2002 stieg das Rothwestener „Mädchen für Alles“ zum Jugendleiter des TSV auf. Hier war vor allem die Zusammenarbeit mit der JSG Fuldatal ein wichtiger Schwerpunkt. Von 2006 bis 2014 übernahm er schließlich auch das Amt des Jugendleiters der JSG Fuldatal.

Nedwig ist sich für keine Tätigkeit für den Verein zu schade, war Betreuer und sogar schonTrainer bei der Kreisoberliga-Reserve. So sagt dann auch Gerhard Siewert, Chef der Fußball-Abteilung: „Günter ist der wichtigste Mann im Verein, wenn der mal aufhört, ist es auch für mich Zeit, den Job an den Nagel zu hängen.“ Und weiter: „Günter steht immer ohne langes Bitten zur Verfügung. Sei es, dass jemand zur Vereinsvertretersitzung gehen muss, die Schiedsrichter betreuen muss, den Spielbericht ausfüllen muss oder ein Platzkassierer ausgefallen ist – er ist einfach immer da.“

Klar, dass da auch Ehrungen nicht auf sich warten ließen. So erhielt Nedwig alle Ehrennadeln des Vereins, den Ehrenbrief des Hessischen Fußball-Verbandes für 20 Jahre Ehrenamt sowie die Sportehrennadel der Gemeinde Fuldatal.

Neben dem reinen Fußballgeschehen gehörte Nedwig in der Vergangenheit auch dem Organisationskomitee an, welches das Rothwestener Bergfest, das über die Fuldataler Grenzen hinaus bekannt ist, organisierte. Und trotz allem sieht sich der 60-Jährige noch nicht am Ende seiner Projekte: „Wenn es meine Gesundheit und natürlich meine Frau erlauben, will ich schon noch ein paar Jährchen zum Wohle des TSV Rothwesten dranhängen.“ (Horst Schmidt)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.