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Dezimiert zum Derby-Sieg

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Andrej Bires (von links) und Tristan Keck werden von Hans Detsch, Maxim Rausch und Denis Shevyrin in Schach gehalten
Auf Kurs: Die Bad Nauheimer Andrej Bires (von links) und Tristan Keck werden von den Huskies Hans Detsch, Maxim Rausch und Denis Shevyrin in Schach gehalten. © Andreas Fischer

Kassel – Wieder alles reingehauen, das Bestmögliche gegeben – und am Ende tatsächlich als Sieger vom Eis gegangen. Stark aufspielende Kassel Huskies gewinnen das Derby gegen den EC Bad Nauheim 4:1 (0:0, 2:1, 2:0).

Es ist ein Duell unter ganz besonderen Vorzeichen. Weil beide Mannschaften aufgrund des Coronavirus personell stark geschwächt sind. Die Huskies noch mehr als die Gäste. Top-Scorer Jamie MacQueen fehlt weiterhin. Auch Mitch Wahl, Lois Spitzner, Jake Weidner, Joel Keussen und Dieter Orendorz stehen nicht im Kassel-Kader. Dafür sind Hans Detsch und Troy Rutkowski zurück – für sie ist es Spiel eins nach der Corona-Zwangspause. Und auch vier der sechs zu Wochenbeginn lizenzierten Spieler helfen wieder aus. Neben Michi Christ sind Lasse Bödefeld, Julius Kranz und Timon Langnese dabei. Maksim Minaychev und Derek Dinger stehen nicht im Kader.

Die Gäste müssen ebenfalls auf zahlreiche Leistungsträger verzichten, vor allem der Ausfall von Top-Scorer Taylor Vause schmerzt.

Und so ist es in den ersten Minuten vor allem eines: ein Abtasten. Bloß keine Fehler machen. Erstmal schauen, was da auf einen zukommt. Die erste gefährliche Tor-Aktion gibt es erst nach vier Minuten: Nauheims jerry Pollastrone spielt die Scheibe von links quer vor das Huskies-Gehäuse, Andrej Bires verpasst knapp. Die Huskies werden nach acht Minuten das erste Mal gefährlich: Rückkehrer Hans Detsch wird mit dem Rücken zum Tor angespielt, dreht sich und scheitert aus kurzer Distanz an Gäste-Goalie Felix Bick (8.).

Von Abtasten ist dann nicht mehr viel zu spüren. Es kommt mehr Tempo ins Spiel – und es gibt mehr Torchancen: Julian Chrobot (9.) und Luis Üffing (18.) prüfen Jerry Kuhn, der hält stark und lässt sich nicht überwinden. Selbst nicht vom eigenen Mann: Fabian Ribnitzky lenkt die Scheibe einmal nicht ganz ungefährlich zurück zu seinem Schlussmann, der ist aber konzentriert, wehrt den Puck zur Seite ab (16.).

Auf der anderen Seite haben Lukas Laub (9.), Tim Lucca Krüger (14.) und Brett Cameron (20.) beste Chancen für die Huskies. Das Spielniveau, es ist besser als erwartet. Auch wenn’s im ersten Drittel keine Tore gibt.

Die fallen dann im Mitteldrittel. Zunächst die Führung für die Gäste: Stefan Reiter chipt die Scheibe nach 28 Minuten unter die Latte – 0:1. Doch die Huskies schlagen nur ein paar Minuten später zurück: Laub zieht über den rechten Bullykreis vors Tor, sucht in der Mitte einen Abnehmer und findet einen Nauheimer Schlittschuh, von wo die Scheibe ins Tor geht (32.) – der Ausgleich.

Spätestens jetzt spüren die Huskies: In diesem Derby ist was möglich, Punkte sind auch ersatzgeschwächt drin. Und deshalb machen sie einfach weiter, suchen die Offensivaktionen – und werden belohnt: Der auffällige Laub mit einem super Solo, scheitert noch an Bick. Oliver Granz ist da und haut den Puck über die Linie (35.). 2:1 – die Führung für die Huskies. Und die wäre vor Drittelende fast noch höher ausgefallen. Brett Cameron drischt die Scheibe unter die Latte (40.) – allerdings einen Moment zu spät. Die Schlusssirene dröhnt bereits durch die Halle.

Dann eben nach der Pause: Laub scheitert zunächst an Bick, schiebt die Scheibe dann aber im Nachschuss links unten ins Eck (42.) – 3:1. Die Gäste reagieren mit wütenden Angriffen. Doch Kuhn hält einfach alles, zeigt Wahnsinns-Paraden (46./48./51.). Der Puck will nicht ins Netz, zumindest nicht in das der Huskies. Kurz vor Schluss trifft Cameron ins leere Tor (60.). 4:1 – die Huskies sind Derby-Sieger.

SR: Klein/Schmidt Z: 250 Tore: 0:1 (28:06) Reiter (Köhler, Keck), 1:1 (31:05) Laub (Granz, Krüger), 2:1 (34:58) Granz (Laub, Krüger), 3:1 (41:32) Laub (Krüger), 4:1 (59:37) EN Cameron Strafmin.: Kassel 6 - Bad Nauheim 2

Von Pascal Spindler

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