Heute Kellerduell in Osthessen

Fußball-Hessenliga: Die Baustellen beim KSV Baunatal vor dem Spiel in Hünfeld

Achtung: Wie auf der Autobahn gibt es derzeit auch beim KSV Baunatal viele Baustellen.
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Achtung: Wie auf der Autobahn gibt es derzeit auch beim KSV Baunatal viele Baustellen.

Für den KSV Baunatal ist die Situation in der Fußball-Hessenliga vergleichbar mit der auf einer Autobahn. Kaum ist eine Baustelle fertig und abgebaut – gibt es schon eine neue. Heute treten die Nordhessen beim Hünfelder SV (19 Uhr) an. Im Vorfeld schauen wir auf fünf Baustellen beim KSV.

1. Die Anfangsnervosität: „Ich hoffe, die haben wir jetzt hinter uns gelassen“, sagt KSV-Trainer Tobias Nebe. In den ersten sieben Saisonspielen gerieten die Baunataler immer mit 0:1 in Rückstand – immer in der ersten Halbzeit. Aber in den beiden letzten Partien vermieden sie dies. In Friedberg endete das Spiel 0:0. Beim 1:1 zu Hause gegen Waldgirmes ging der KSV zum ersten Mal in dieser Spielzeit mit 1:0 in Führung. Fazit: Diese Baustelle ist erst mal abgebaut.

2. Die Chancenverwertung: „Das ist derzeit eine riesige Baustelle bei uns“, sagt Nebe. „Das war auch schon in Friedberg so. Da hätte sich Türk Gücü nicht beschweren dürfen, wenn wir hoch gewonnen hätten.“ Aber die Partie endete 0:0, weil die Baunataler ihre vielen guten Möglichkeiten nicht nutzten. Rolf Sattorov schoss zudem einen Strafstoß an den Pfosten. Auch gegen Waldgirmes wäre ein Kantersieg möglich gewesen. Hier vergab Dino Kardovic einen Elfmeter. „Wir machen im Training viele Abschlüsse, um Sicherheit und Routine hereinzubekommen. Aber man kann es nicht so simulieren, als wäre es wie im Spiel – das trifft auch auf die Elfmeter zu“, sagt Nebe. Derzeit würden seine Stürmer vor dem Tor zu viel nachdenken, was auch an der schwierigen Situation liegt. „Wenn du einen positiven Lauf hast, denkst du vor dem Tor nicht nach, und schießt den Ball einfach rein“, sagt der Coach. Fazit: An dieser Baustelle muss noch viel gearbeitet werden.

3. Die individuellen Fehler: Gerade in den ersten Spielen warfen die vielen individuellen Fehler die Baunataler zurück. In Friedberg zeigten die Gäste eine konzentrierte Vorstellung – ohne Fauxpas. Auch beim 1:1 gegen Waldgirmes war Baunatal nicht leichtsinnig. „Es waren keine haarsträubenden Fehler wie in den ersten Spielen dabei“, sagt Nebe. Fazit: Diese Baustelle ist erst mal abgebaut.

4. Die Personallage: Hier hat sich die Situation etwas entspannt. In der Spitze fehlten neun Spieler, heute gegen Hünfeld sind es vier. Dabei sind die Langzeitverletzten Dominik Schneider, Moritz Meuser und Florian Heussner zumindest im Training wieder auf dem Platz. Neben ihnen fällt Kardovic aus. Er ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Waldgirmes erneut gesperrt. Fazit: Es ist nur noch eine kleine Baustelle, die sich hoffentlich bald ganz auflöst.

5. Die Heimschwäche: Aus fünf Partien im Parkstadion holte der KSV nur einen Punkt. Aber jetzt stehen erst mal zwei Auswärtsspiele in Hünfeld und Fernwald an. Und in der Fremde ist Baunatal mit einem Sieg und drei Remis ungeschlagen. „Ich hoffe, unsere Auswärtsserie hält an“, sagt Nebe. „Aber Unentschieden bringen uns nicht weiter. Wir müssen mal wieder gewinnen.“ Fazit: Auf dieser Baustelle wird zumindest für zwei Spiele eine Pause eingelegt. (Manuel Kopp)

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