1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Kassel

Die Dorfkinder überraschen die Verbandsliga

Erstellt:

Von: Joachim Hofmeister

Kommentare

Hatten oft Grund zum Jubeln: Dörnbergs Timo Dauber, Kevin Richter und Toni Dombai (von links) sind Tabellenführer der Verbandsliga Nord.
Hatten oft Grund zum Jubeln: Dörnbergs Timo Dauber, Kevin Richter und Toni Dombai (von links) sind Tabellenführer der Verbandsliga Nord. © Joachim Hofmeister

Dörnberg – Wenn im Bergstadion das Dorfkind-Lied ertönt, ist das ein gutes Zeichen. Denn der Schlager der Dorfrocker wird traditionell nach einem Sieg der Verbandsliga-Fußballer des FSV Dörnberg aufgelegt.

In dieser Saison schon fünf Mal. Die Heimbilanz von insgesamt 17 Punkten kann sich sehen lassen. Auch auswärts wussten die Spieler aus dem Habichtswalder Ortsteil zu überzeugen. Sie kassierten nur eine einzige Niederlage und führen die Tabelle der Nord-Gruppe mit sechs Punkten Vorsprung vor dem FC Eichenzell überraschend an.

„Viele sind erstaunt über die gute Platzierung. Ich wusste, dass in dieser Mannschaft viel Potenzial steckt“, sagt Trainer Tobias Hake. Und das schon seit dem ersten Zusammentreffen mit der Mannschaft, die er gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Robert Franke betreut. Das junge Trainergespann kam im Sommer vom Frauenfußball-Regionalligisten TSV Jahn Calden ins Bergstadion und löste Matthias Weise ab. Für beide ist es die erste Station im Seniorenbereich. Die Verpflichtung des 27-jährigen Hake und des sechs Jahre älteren Franke hat sich laut des Vereinsvorsitzenden Frank Dauber als „wahrer Glücksgriff erwiesen.“

Zwar habe es einige kritische Stimmen im Hinblick auf das Alter der beiden Übungsleiter gegeben, doch das Duo habe alle Zweifel eindrucksvoll beseitigt, was auch die vergangenen Spiele gegen die Top-Teams Buchonia Flieden, Barockstadt II und Bad Soden gezeigt haben, die alle gewonnen wurden. „Tobias und Robert sprechen die gleiche Sprache wie die Spieler und sind mit ihnen auf einer Wellenlänge. Das hat sich als Erfolgsgarant herausgestellt“, so Dauber. Ähnlich sieht es Franke: „Der Zusammenhalt ist außergewöhnlich und geht über das Sportliche hinaus. Es gibt viele Menschen, die uns hilfreich beiseite stehen und jeden Sonntag unterstützen.“

Begeistert ist Franke zudem vom großen Rückhalt der FSV-Anhänger, die nicht nur im Bergstadion, sondern auch auswärts ihre Mannschaft anfeuern. „Wir machen manchmal ein Auswärtsspiel zu einem Heimspiel.“

So wird es wohl auch am Sonntag sein. Dann reist der Spitzenreiter zum derzeit Tabellen-13. und abstiegsgefährdeten SG Ehrenberg. „Der eigens für diese Begegnung eingesetzte Bus ist fast voll“, sagt Franke. „Alle freuen sich auf das nächste Spiel und die mögliche Herbstmeisterschaft.“

Seine Mannschaft sei wieder extrem motiviert, man werde den kommenden Gegner nicht unterschätzen und wolle die eigenen Anhänger nicht enttäuschen. Wer weiß, vielleicht wird am Sonntag im Bus das Dorfkind-Lied der Dorfrocker gespielt. (Joachim Hofmeister)

Auch interessant

Kommentare