1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Kassel

Eintracht Baunatal unterliegt in Gummersbach 30:39

Erstellt:

Von: Martin Scholz

Kommentare

Baunatals Torwart Marian Mügge musste am Sonntagabend in Gummersbach trotz guter Leistung einige Male hinter sich greifen und fand nicht zur gewohnten Form.
Baunatals Torwart Marian Mügge musste am Sonntagabend in Gummersbach trotz guter Leistung einige Male hinter sich greifen und fand nicht zur gewohnten Form. © Andreas Fischer

Die Reise nach Gummersbach hatten sich die beiden Interimstrainer Florian Ochmann und Ralf Horstmann durchaus anders vorgestellt. Weil das Trainer-Duo Dennis Weinrich und Mirko Jaissle coronabedingt in Quarantäne bleiben musste, wurden die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal am Sonntagabend beim VfL Gummersbach II von den beiden früheren Cheftrainern betreut.

Und diese Betreuung war auch nach dem Spiel noch bitter notwendig, denn die Eintracht kassierte beim direkten Verfolger eine herbe 30:39 (13:21)-Niederlage und rutschte damit auf den siebten Tabellenplatz ab. Weil neben dem Trainer-Duo auch Felix Geßner, Lasse Reinhardt, Kevin Trogisch und Philipp Batz coronabedingt in Nordhessen bleiben mussten, war die Schwächung des Kaders und die damit verbundenen Umstellungen zu heftig für die verbliebenen Spieler, wie Horstmann bestätigte: „Wir haben alles abgerufen, was möglich war, aber es fehlten eben vier Spieler. Der Mannschaft, die auf der Platte stand, will ich allerdings keine Vorwürfe machen“, sagte der frühere Zweitliga-Trainer.

Stattdessen ärgerte sich Horstmann, der am Sonntag gleichberechtigt mit Ochmann versuchte, das Schlimmste zu verhindern, über die Rahmenbedingungen: „Wir haben mit Händen und Füßen versucht, das Spiel zu verlegen, aber wir konnten nicht durchdringen.“

Auch mit dem Argument, dass man vielleicht im Training das Virus weitergegeben habe und man es mit nach Gummersbach bringen könnte, drang die Eintracht bei den Gastgebern nicht durch.

Horstmann wollte aber nicht in erster Linie lamentieren: „Wir haben von Anfang an überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Wir hatten allein in der ersten Halbzeit 19 technische Fehler und Fehlwürfe.“ Entsprechend sah in Gummersbach dann auch der Spielverlauf aus. Bereits in der elften Minute stand es 9:4 für die Gastgeber, die bis zur Halbzeit sogar noch eine Schippe drauflegten und dabei von ihren starken Torhütern im Spiel gehalten wurden, während vorn Julius Fanger, der herausragende VfL-Rückraumakteur, frei schalten und walten konnte. Beim 17:7 (24.) konnten Ochmann und Horstmann ihre Spieler mit einer Auszeit zur Besinnung bringen – mehr aber auch nicht.

„Nach der Pause sind wir dann mit Mut rausgekommen, haben aber gleich zwei gute Chancen vergeben, während die bei den Gummersbachern drin waren“, ärgerte sich Horstmann. Auch im Tor lief es nicht so wie zuletzt. Nach 20 Minuten ging Marian Mügge für Moritz Goldmann, und am Ende gab das Trainer-Duo auch Marcel Lohrbach 20 Minuten Einsatzzeit – vergebens. Sehr freute sich Horstmann allerdings über den engagierten Auftritt von Aaron Henne, der auf der halbrechten Position vier Tore erzielte. „Wir haben alle Varianten ausprobiert, aber die haben uns vorgeführt“, bilanzierte Horstmann frustriert. (Martin Scholz)

Eintracht Baunatal: Mügge (1. -20.), Goldmann (21. - 40.), Lohrbach (41. - 60.) - Kurtz 2, Henne 4, Bieber 2/1, Hellmuth 1, Schäfer 2, Räbiger 5, Fynn Reinhardt 5, Gabriel 2, Hempel 4, Fitozovic 3

Auch interessant

Kommentare