Baunataler Drittliga-Handballer zur Weihnachtspause im Soll

Baunataler Handballer hoffen auf mehr Konstanz

Nach dem Derbysieg gegen die ESG Gensungen/Felsberg präsentiert Phil Räbiger sein zerrissenes Trikot.
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Nach dem Derbysieg gegen die ESG Gensungen/Felsberg präsentiert Phil Räbiger sein zerrissenes Trikot.

Die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal gehen auf Platz sechs in die kurze Weihnachtspause. Von 14 Spielen haben die Schützlinge von Trainer Dennis Weinrich acht Spiele gewonnen und insgesamt 410 Tore erzielt, was in der Staffel D zum fünften Platz in dieser Kategorie reicht. Viel wichtiger ist allerdings der Vier-Punkte-Vorsprung auf den Siebtplatzierten VfL Gummersbach II, der bisher als erster Teilnehmer der Abstiegsrunde gebucht ist.

„Platz sechs müssen wir unbedingt halten“, sagt daher Dennis Weinrich. Mit ihm, Torwarttrainerin Gabi Ghosh und Kapitän Marvin Gabriel haben wir eine Zwischenbilanz zur bisherigen Saison gezogen.

Der Trainer

„Die Konstanz fehlt immer noch“, lautet das Urteil von Eintracht-Trainer Dennis Weinrich. Am liebsten hätte der 32-Jährige vier bis sechs Punkte mehr auf dem Konto. Vor allem die Niederlagen gegen Menden und den damaligen Tabellenletzten Volmetal seien unnötige Fehltritte gewesen. Dabei kann Weinrich durchaus zufrieden sein, denn die Abgänge von Rechtsaußen Sven Vogel und Torwart-Routinier Patrick Ziebert sind mit Benjamin Fitozovic und Marian Mügge weitestgehend kompensiert. „Ich bin grundsätzlich zufrieden, wie wir uns weiterentwickeln“, sagt Weinrich daher auch über das Zusammenspiel der Nachwuchskräfte mit den erfahreneren Spielern wie Felix Geßner, Phil Räbiger, Marvin Gabriel oder Kevin Trogisch. Letzterer steht mit 72 Toren auch wegen seiner Siebenmeter-Erfolge aus 12 Spielen auf Platz neun der Torjägerliste.

Für die Zukunft wird es für Weinrich und seinen Co-Trainer Mirko Jaissle wichtig sein, das Kollektiv weiterzuentwickeln. Einen wichtigen Beitrag dürfte dazu der 20-jährige Lasse Reinhardt leisten, der mit seinem älteren Bruder Fynn zu den Konstanten im Rückraum und in der Abwehr zählt. Weiterentwickeln will Weinrich aber 2022 auch das Spiel mit dem siebten Feldspieler. „Und wir werden darüber nachdenken müssen, unsere Abwehr nicht immer so aggressiv auszulegen“, sagt der Trainer.

Die Torwarttrainerin

Die Baunataler Torwarttrainerin ist die Buchführerin der Eintracht und die Herrin der Zahlen. Ihre zentrale Erkenntnis der vergangenen Monate: „Immer, wenn wir in einem Spiel unter 25 Fehlern geblieben sind, haben wir gewonnen.“ Ziel der Baunataler müsse es daher aus Ghoshs Sicht sein, den Fehlerdurchschnitt weiter zu senken. So liegt die aktuelle Quote bei 20 Fehlwürfen und sieben technischen Fehlern pro Spiel, zusammen also bei 27. „Das ist leider noch zuviel“, sagt die frühere Zweitliga-Torhüterin. Zufrieden ist die 64-Jährige vor allem mit der Entwicklung von Marian Mügge im Tor: „Seine Quote liegt bei 34 Prozent gehaltener Bälle. Ab 30 Prozent kann man von einer guten Leistung sprechen.“

Der Kapitän

„Früher wäre der sechste Platz vor der Weihnachtspause das obere Mittelfeld gewesen. Jetzt ist das die Grenze zur Abstiegsrunde“, sagt Eintracht-Kapitän Marvin Gabriel. Der Rückraum-Routiner sieht sein Team am Ende der Saison zwischen dem fünften und siebten Platz, wobei vor allem Gummersbach in Schach gehalten werden müsse. Dafür werden die Baunataler am 4. Januar ihr Training wieder aufnehmen. Am 15. Januar kommt dann der Longericher SC in die Rundsporthalle. Die Kölner haben zuletzt eine Siegesserie hingelegt. „Vielleicht kommen sie durch die Pause etwas aus dem Rhythmus“, hofft der 31-Jährige. (Martin Scholz)

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